Slowenien Reise

Tipps für Trips & wichtige Infos für Deinen Slowenien Urlaub

Gute Autobahn, teure Maut und schwer auszusprechende Ortsnamen: Das sind oft die einzigen Eindrücke, die von Slowenien hängen bleiben. Kein Wunder! Für viele ist das Land nur lästige Durchgangsstation auf dem Weg nach Kroatien.

Warum sich eine gezielte Reise nach Slowenien lohnt, erfährst Du hier. Denn zwischen imposanter Bergwelt, Weinbergen, Küste und tiefgrünen Wäldern erstreckt sich ein kaum bekanntes Urlaubsparadies.

Das ist keine schnöde Aufzählung ausgelatschter Sehenswürdigkeiten.
Stattdessen erfährst Du in diesem Beitrag ganz konkret…

7 Gründe: Darum lohnt sich Slowenien

Jeder, der dort war, hat auf diese Frage vermutlich eine eigene Antwort. Neutral betrachtet bietet Slowenien aber wirklich eine ganze Reihe an Vorteilen für Urlauber:

1. Kurze Distanzen

Slowenien ist näher, als die meisten glauben. Gerade einmal 4,5 Stunden braucht es von München bis zur Hauptstadt Ljubljana. Klar, ohne Verkehrsstau.

Zudem ist das Land klein. Vorteil: Alle Strecken sind überschaubar, die Straßen sehr gut ausgebaut. Meist benötigt man nur 1 bis 2 Stunden von A nach B. Morgens in den Alpen wandern und abends im Meer baden? Kein Problem in Slowenien.

2. Vielfältige Landschaften

Hier gibt es kein „entweder, oder“, sondern eigentlich alles. Meer, Berge, wilde Flüsse, tosende Wasserfälle, tiefe Schluchten, idyllische Seen, unberührte Wälder und Tropfsteinhöhlen. Okay, Dschungel und Wüste fehlen. Aber sonst – eine grandiose Kulisse.

3. Kultur pur

Fein herausgeputzte Städte warten auf Besucher. Die Hauptstadt Ljubljana glänzt mit Jugendstil- und Barrockbauten. Andere Orte mit verwinkelten, mittelalterlichen Gassen (etwa Dobrovo oder Ptuj).

Zudem gibt es eine breite Palette ausgefallener Highlights: die größte Höhlenburg der Welt, das älteste Lippizaner-Gestüt. Viel „altes Handwerk“ ist hier noch immer lebendig und lässt sich vor Ort entdecken, etwa die Salzgärtner in Piran, die Almwirtschaft auf Velika Planina oder die Klöppler in Idrija.

4. Spielwiese für Abenteurer

Slowenien ist wie ein riesiger Sportplatz, auf dem alle Platz finden: Kajak- und Skifahrer, Bergsteiger, Mountainbiker oder einfach nur Genusswanderer.

Auch für jene, die nur zuschauen wollen, gibt es genug zu sehen. Etwa, wenn der Iron Man hier Station macht oder Ski-Springer in Planica auf der zweithöchsten Sprungschanze der Welt gegeneinander antreten. Ein schräges Highlight im Jahreskalender ist der Wettlauf auf die Sprungschanze – von unten nach oben.

5. Bodenständige und delikate Küche

Gault & Millau sowie der Guide Michelin sind sich einig: In den Töpfen der Slowenen brodelt das Beste, was Alpen und Mittelmeer zu bieten haben. Heraus kommen so viele Spezialitäten, dass man Jahre braucht, um sich durchzuprobieren. Zahlreiche Gasthäuser bieten authentische slowenische Küche mit frischen lokalen Zutaten – oft zu sehr günstigen Preisen. Ein echtes Schlemmerparadies.

6. Sprudelbecken für Thermalquellen

Slowenien gilt als Land der heilenden Wasser. 14 Naturheilbäder ziehen sich von Ost nach West – angefüllt mit Thermal- und Mineralwasser, Torf, Sole oder Salzschlamm. Schon die Römer und Kelten schätzten die warmen Quellen. Später erholten sich darin berühmte Gäste wie etwa Karl May, Sophia Loren oder Louis Bonaparte.

7. Herzliche Gastgeber

Klingt vielleicht abgedroschen, ist aber essentiell. Denn ob eine Reise top oder flop ist, entscheidet sich nicht zuletzt daran, wie man als Urlauber aufgenommen wird. Und es geht hier nicht um Bustouristen, die mit einem Schnapsglas begrüßt werden.

Die Slowenen freuen sich wirklich (noch) über Besuch in ihrem Land und begegnen Gästen offen, freundlich und hilfsbereit. Viele sprechen sogar recht gut Deutsch (eine Reminiszenz aus der Verbindung zu Österreich-Ungarn aus k. und k. Zeiten)

Hot Spots: Die 10 schönsten Ecken Sloweniens

Das kleine Land überbietet sich selbst mit all seinen Sehenswürdigkeiten. Sich auf einige wenige Top Spots zu beschränken, fällt schwer. Hier eine Auswahl der absoluten „Must-sees“, verknüpft mit jeweils einem Insider Tipp:

Bled – Einzige Insel Sloweniens

Postkartenidylle pur: Inmitten des Bleder Sees findet sich ein kleines Eiland mit Café und Kirche. Ein echtes Highlight in jeder Fotosammlung. Mit Ruderbooten erreichen Besucher die Insel. Wer die monumentale Treppe erklommen hat, kann erstmal durchatmen und den herrlichen Blick auf See und Alpenpanorama genießen. Zurück am Ufer unbedingt noch die berühmten Bleder Crèmeschnitten probieren.

Den schönsten Blick auf Bled habt ihr vom Aussichtspunkt Ojstrica:

  • Am Westufer des Sees findet sich der Campingplatz Bled.
    Den Camp vor der Nase und den See im Rücken führt links neben dem Zeltplatz ein (leider kaum markierter) Fußweg in den Wald hinein. (Auf einem kleinen Holzpfahl neben dem Weg steht „Ojstrica“ und „Mala Osojnica“)
  • Schon nach kurzer Zeit wird der Weg breiter und biegt nach rechts ab. Folgt dem steilen Pfad durch den Wald bis zum Wegweiser „Ojstrica“.
  • Haltet euch rechts. Nach etwa 30 Minuten erreicht ihr einen Gipfel mit einer Bank und einem unvergleichlich schönen Blick auf See, Insel, Bergpanorama und Burg.
  • Kurz nach starkem Regen sollte man den Weg meiden – dann ist er zu rutschig und schlammig.
  • Nicht vergessen: Feste Schuhe anziehen und Trinkwasser einpacken.

Ojstrica, der beste Blick auf Bled - Foto: Michael Matti

Predjama – Trotzige Höhlenburg

Predjama ist etwas für die hartgesottenen Burgherren und -damen! Trotzig und abweisend thront die größte Höhlenburg der Welt in einem Felsportal – architektonisch mit dem Stein verschmolzen.

Das Besondere: Die dahinter liegenden Höhlengänge führen in benachbarte Täler und retteten ihren Bewohnern mehr als einmal das Leben. Dazu zählt auch der berühmt-berüchtigte Raubritter Erasmus von Luegg. Kaiserliche Truppen belagerten ihn ein Jahr lang – erfolglos! Statt sich aushungern zu lassen, bewarf der Raubritter die Truppen mit gebratenem Ochsenfleisch und Kirschen.

Die Felswand hinter Predjama ist durchzogen von Höhlen und Gängen, die bis ins benachbarte Tal reichen. Ein kleiner Teil dieses unterirdischen Labyrinths lässt sich auf geführten Touren erkunden.

  • Der Eingang in die Felswand findet sich direkt unter der Burg.
  • Die Gänge können von Mai bis September besichtigt werden. Im Winter ist hier Ruhezeit um die ortsansässige Fledermauskolonie nicht zu stören.
  • Es gibt sehr einfache, etwa einstündige Touren, die auch für Kinder geeignet sind, oder solche, die etwas Mut und Kletterkunst erfordern.
  • Tickets für die Höhlentouren gibt es direkt an der Burg oder man vereinbart einen Termin per E-Mail: info@postojnska-jama.eu.
  • In der Höhle gibt es keine elektrische Beleuchtung, daher bekommen die Besucher vor dem Betreten Taschenlampen.
  • Für die Besichtigung empfiehlt sich bequeme (warme) Kleidung und feste Schuhe.

Höhlenburg Predjama - Foto: Miha Krivic

Postojna – Palast aus Tropfstein

Zwanzig Kilometer lange Gänge, Hallen, so groß, dass darin Konzerte stattfinden und ein kolossaler, weißer Stalagmit namens Brillant: Die Höhle von Postojna strotzt nur so vor Attraktionen. Kein touristischer Geheimtipp, aber ganz sicher ein Fall für die „Nicht-Verpassen-Liste“.

Ein Höhlenzug bringt Besucher an den Startpunkt der Tour. Gut ausgebaute Wege führen durch die monumentale Karstlandschaft. Manch einer entdeckt vielleicht auch den lichtscheuen Grottenolm, der lange Zeit als „Drachenbaby“ galt.

In gesonderten Touren können Mutige die versteckten Bereiche der Höhle mit Kletterausrüstung erkunden. Sie tragen so „einladende“ Namen wie Unterer Tartaros, Bunter Gang oder Schwarze Höhle.

  • Für derartige Besichtigungen ist eine Voranmeldung per E-Mail (info@postojnska-jama.eu) mindestens 3 Tage vor der Anreise erforderlich.
  • Sofern erforderlich, ist die Miete für die Höhlenausrüstung (Helm, Anzug, Lampen…) im Preis inbegriffen.
  • Besucher sollten Zeit mitbringen (die Touren dauern bis zu 6 Stunden), eine solide Grundkondition und etwas Mut. Zum Teil müssen anspruchsvolle Übergänge und Wasserbarrieren überwunden werden – eben ein echtes Abenteuer!
  • Weitere Informationen gibt es hier.

Foto: Iztok Medja Postojnska jama d.d. Postojna

Piran – Klein Venedig Sloweniens

Schlenderst Du gerne durch verwinkelte Gassen? Und liebst grandiose Ausblicke aufs Meer? Dann ist Piran das perfekte Ziel! Hier erwartet Dich ein hinreißendes italienisch-slowenisches Flair: Bis heute prägen die zahlreichen Bauwerke der Venezianer das Stadtbild, die den Ort im 13. Jahrhundert eroberten.

Hinter jeder Ecke erwartet Dich eine Fülle an bildschönen Plätzen und Palästen, Loggien, Balustraden und verspielten Spitzbögen. Nebenbei öffnet sich Besuchern immer wieder der Blick auf die Reste der imposanten Stadtmauer, den malerischen Hafen und die blaue Weite des Mittelmeers.

Bei einer Stadtführung der besonderen Art kommen nicht nur die architektonischen Highlights zur Geltung. Ganz „nebenbei“ garniert man den Ausflug auch noch mit Spezialitäten der lokalen Küche. Mit dabei sind z.B. Trüffelcrème aus dem slowenischen Küstenland, Fleur de Sel aus den nah gelegenen Salzgärten, Öl von slowenischen Olivenbäumen u.v.m.

Phantastischer Blick auf Piran von der Stadtmauer - Foto: Jošt Gantar

Lipica – ältestes Gestüt Europas

Seit 1580 werden hier Lipizzaner Pferde für Paradeauftritte gezüchtet. Auf geführten Touren über das Gelände können Gäste die edlen Gewölbestallungen sehen und Zuchthengste aus der Nähe betrachten.

Nach einem Besuch des Lipizzaner- und Kutschen-Museums lohnt sich ein Streifzug über das Gelände. Zwischen den malerischen Weiden, Alleen und Parks warten immer wieder Gruppen der schneeweißen Pferde mit ihren schwarzen Fohlen – Kamera bereithalten!

Ein tolles „Extra“ bei einem Besuch in Lipica ist eine Fahrt mit der Kutsche. Bei der Tour im offenen Zweispänner durch die herrschaftlichen Baumalleen des Gestüts kannst Du den Blick auf die Pferde in Ruhe genießen und fühlst Dich wie in alten k. u. k.-Zeiten.

  • Bis zu 7 Personen haben in den Kutschen Platz.
  • Fahrten dauern zwischen 15 bis 60 Minuten und finden nur bei gutem Wetter statt.
  • Tickets gibt es direkt am Haupteingang von Lipica.
  • Weitere Infos findest Du hier.

Foto: Dean Dubokovič

Ljubljana – Stadt der Kontraste

Ljubljana gilt als grüne Oase. Autos wurden aus der Altstadt verbannt. Stattdessen fahren kostenfreie Elektroshuttles Einheimische und Touristen ans Ziel. Das kommt auch international gut an: Die EU ehrte Ljubljana für ihr nachhaltiges Konzept 2016 mit dem Titel „Grüne Hauptstadt Europas“.

Die Altstadt ist keine seelenlose Touristenkulisse. Hier treffen sich Studenten und Hipster, Kultur-Fans und Café-Enthusiasten, Gemüsebauern und Gourmets. Diese Mischung schafft eine wunderbar entspannte Atmosphäre. Mittendrin buhlen zahlreiche Highlights um Aufmerksamkeit: Gebäuden aus Barock und Jugendstil, zahlreiche Arkaden am Flussufer, die Drachenbrücke, der alte Marktplatz oder der opulente Robba-Brunnen.

Ein Kontrastprogramm wartet im Norden Ljubljanas: Das Kulturzentrum Metelkova war bis 1991 Militärkaserne und beherbergt heute Kunstateliers, Galerien und Clubs. Das Gelände wurde von seinen kreativen Bewohnern hingebungsvoll dekoriert: Graffiti, Plakate, Skulpturen und Mosaiksteine geben Metelkova seine Prägung. Noch heute finden hier Partys statt – mittlerweile wohlwollend geduldet von der Stadtverwaltung.

Touristengruppen schieben sich durch Burg, Brücken und Altstadtgassen. Willst Du die Stadt jenseits touristischer Standardstrecken entdecken? Auf einer speziellen Tour können Interessierte legale und illegale Kunst in den versteckten Ecken Ljubljanas entdecken: Street Art, Graffiti, Urban Gardening & Co.

Mit einem privaten Guide erhältst Du Insider Wissen aus erster Hand zu dieser quirligen Subkultur. Nach dieser Tour siehst Du Fassaden garantiert mit ganz anderen Augen.

  • Termin: ganzjährig
  • Mit privatem Guide
  • Dauer: 2 Stunden
  • Sprache: Englisch
  • Preis: ab 52,- EUR pro Person (je nach Gruppengröße)

Soča Tal – Märchenwelt & Sportstudio

Im Soča Tal taumeln Besucher von einem Highlight zum nächsten: Hier erwartet Dich die türkisblaue Soča, der majestätische Wasserfall Slap Peričnik, der stille Jasna See, die grünen Zelenci Quellen und vieles mehr.

Zudem ist das Tal eine Spielwiese für Sportler: Kajak Fahrer und Rafting Boote testen ihr Können auf dem Wasser, Bergsteiger erklimmen den höchsten Berg Sloweniens, den Triglav, Mutige gleiten im Eiltempo an einer Zipline über die Skisprungschanze Planica. Auch für Genusswanderer gibt es Unmengen zu entdecken: Etwa außergewöhnliche Felsformationen wie das „Heidnische Mädchen“ oder die schöne Russische Kapelle.

Zwei ganz besondere Highlights warten in den engen Kurven am Vršič Pass:

  • Einen grandiosen Blick in das Trenta Tal gibt es an der Station „Razgledišče Šupca“, die sich zwischen Biegung 28 und 29 findet. (Schilder am Straßenrand zeigen die Nummerierung.)
  • An der Kurve 49 hingegen wartet der Einstieg zur berühmten Soča Quelle: Ein kleiner Wanderpfad führt steil bergauf. Am Ende mutiert er zu einem mit Drahtseil gesicherten Klettersteig. Der Blick in den Felsspalt mit der blau leuchtenden Soča entlohnt für jede Mühe. Die Tour ist auch für ungeübte Wanderer geeignet, aber nichts für kleine Kinder oder Hunde. Feste Schuhe sind unbedingt zu empfehlen. Auf dem Rückweg kannst Du Dich mit einer deftigen Mahlzeit in der Hütte Koča pri izviru Soče stärken. Vor allem die Krainer Wurst und die Štrukli sind seeeehr lecker!

Foto: Domen Groegl

Škocjan – Berauschende Unterwelt

In Škocjan verläuft der größte unterirdische Canyon Europas. Seit 1986 steht der Komplex auf der Liste des UNESCO Weltkultur- und Naturerbes. Du triffst auf bis zu 15 Meter große Tropfsteinriesen und zahlreiche unterirdische Wasserfälle.

Umgeben von imposanten Felswänden führt Dein Weg über insgesamt 500 Stufen. Mehrere Brücken leiten Dich durch die extravaganten Schöpfungen dieser Karstlandschaft. Das beeindruckendste Highlight ist die ca. 50 Meter hohe Cerkvenik-Brücke: Hier öffnet sich ein atemberaubender Blick auf den Fluss, der tief unten vorbei donnert.

Ein Ausflug nach Škocjan lässt sich wunderbar verbinden mit einem Abstecher in das Gestüt Lipica. Beide Highlights sind nur etwa 20 Minuten mit dem Auto voneinander entfernt.

Ziemlich genau in der Mitte liegt das Casa Krasna: Der familiengeführte Betrieb bietet nicht nur ein Restaurant mit hervorragender slowenischer Küche. Auch müde Häupter finden hier ein bequemes Bett in stilsicher eingerichteten Räumen.

Foto: Jošt Gantar

Vipava – Farbtopf hinter den Bergen

Ganz tief hat die Natur hier in den Malkasten gegriffen: Im Vipava-Tal gedeihen Pfirsich- und Kirschbäume, Maroni und Marillen. Zwischen den Obstbäumen stehen gelbe Getreidefelder, urige Dörfer und immer wieder: Weinberge.

Auch die Autoren des Lonely Planet waren hin und weg von dieser Kulisse und setzten 2018 das Vipava Tal in die Top Ten Liste der europäischen Reiseziele.

Besonders im Herbst öffnen hier zahlreiche Vinotheken und Straußwirtschaften („Osmica“). Dort kannst Du hemmungslos schlemmen. Es empfiehlt sich insbesondere eine Kostprobe des Vipavski pršut. Der mit Meersalz eingeriebene, luftgetrocknete Schweineschinken ist hauchdünn geschnitten eine echte Spezialität.

Der kalte Wind namens „Bora“ und die mediterrane Küstenluft treffen hier aufeinander. Diese Mischung verleiht den Weinreben ganz eigentümliche Geschmacksnuancen. Einige der Trauben, wie etwa die Sorte Zelèn gedeihen sogar ausschließlich im Vipava Tal.

Auf speziellen Touren kannst Du diese Weinwelt entdecken. Winzer zeigen Dir Weinberge und Keller voller Fässer. Du erhältst Infos aus erster Hand zum Weinbau, der Arbeit als Winzer, zur Geschichte des Tals – und verkostest in dieser besonderen Atmosphäre die besten Tropfen.

Termin: ganzjährig
Dauer: 5-6 Stunden
Sprache: Englisch
Preis: ab 90,- EUR pro Person (je nach Gruppengröße)

Foto: Matjaz Zgonik

Velika Planina – Wohnzimmer für Kühe

Sie ist eine der letzten ihrer Art: Die Hochebene Velika Planina beheimatet eine der wenigen erhalten gebliebenen hochalpinen Hirtensiedlungen in Europa. Besucher treffen im Sommer noch heute auf Almhirten, die in Hütten leben und Rinder hüten. Zahlreiche Wanderwege durchziehen die Alm, die ganzjährig über eine Seilbahn erreichbar ist.

Es gibt einige kulturelle Veranstaltungen auf Velika Planina, wie etwa das Akkordeon-Festival im Juli. Richtig voll wird es aber nur am 15. August: Am Feiertag Maria Himmelfahrt sammeln sich zahlreiche Slowenen zu einer Prozession. Ihr Ziel ist ein Gottesdienst in der Maria-Schnee-Kapelle auf der Alm. Ansonsten finden Besucher hier Ruhe pur – und grandiose Ausblicke ins Tal.

Nicht rote Rosen, nein, ein Stück Käse diente einst als Liebesbeweis unter Almhirten. Der Trnič, ein kleiner, aufwendig verzierter Käselaib aus Quark und Sahne ist typisch für die Region. Hirten auf Brautschau schenkten sie einst ihrer Auserwählten.

Heute kannst Du die Zubereitung der kleinen Käsestücke auf der Alm in einem Workshop erlernen. Verziert und getrocknet lässt er sich anschließend wie Parmesan reiben und gibt Gerichten den letzten Schliff.

Foto: Aleš Frelih

Es gäbe noch zahlreiche weitere Highlights in Slowenien. Etwa das Quecksilberbergwerk in Idrija, die Höhle Križna Jama mit ihren unterirdischen Seen, das stillgelegte Bergwerk Podzemlje Peče, welches Besucher per Mountainbike oder Kajak erkunden können. Infos und Tipps dazu findet ihr in unserem Blog. Viel Spaß beim Lesen!

Antworten auf die häufigsten Fragen

Klein, unbekannt und eingebettet in der Balkan Region: Zu Slowenien gibt es viele Vorurteile und Fragezeichen. Antworten zu den häufigsten Unklarheiten gibt es hier!

Oh, nein! Es handelt sich um zwei ganz verschiedene Länder, die nicht einmal nebeneinander liegen. Sie haben wenig miteinander gemein und legen Wert auf eine saubere Unterscheidung. Die Bezeichnungen „Slowenien“ und „Slowakei“ beziehen sich schlichtweg auf ihre Bewohner: die Slawen.

Die EU macht es deutschen Urlaubern einfach: Ein Aufenthalt von bis zu drei Monaten ist ohne besonderen Papierkram möglich. Ein gültiger Reisepass/ Personalausweis genügt. Wenn der Aufenthalt drei Monate übersteigt, muss bei der zuständigen Verwaltungseinheit (Konsulat, Botschaft, Ausländerbehörde) eine Aufenthaltserlaubnis eingeholt werden.

Ausnahme: In Deutschland lebende Personen, die einem Staat angehören, der kein EU-Mitglied ist.

  • Jeder, auf den das zutrifft, muss neben seinem gültigen Reisepass auch den Nachweis seiner deutschen Aufenthaltsberechtigung bei sich führen. Andernfalls droht in Slowenien eine Geldbuße wegen unerlaubter Einreise und Aufenthalts.
  • Auch eine Weiterreise nach Kroatien und ggf. von dort aus in andere Länder, ist nur möglich, wenn an der Grenze sowohl ein gültiger Reisepass, als auch ein gültiger Aufenthaltstitel vorgezeigt werden.

Gerade einmal 4,5 Stunden Fahrt mit dem Auto trennen München von der Hauptstadt Ljubljana. Ein Katzensprung verglichen mit anderen Urlaubsdestinationen. Für die Anreise mit dem eigenen Auto ist Slowenien bestens geeignet.

Für alle, die weiter nördlich wohnen, empfiehlt sich die Anreise per Zug oder Flugzeug. Mehrere Nonstop-Flüge starten täglich von Städten wie Berlin, Hamburg oder Frankfurt in die slowenische Hauptstadt. Auch die Stadt Maribor im Osten des Landes wird angeflogen.

Sparpreis Tickets von der Bahn gibt es schon ab 39,90 EUR. Auch Fernreisebuslinien haben Slowenien fest im Programm. So können sparsame Urlauber mit Flixbus für wenig Geld zahlreiche Slowenien Hot Spots erreichen, wie etwa Bled, Piran oder Ljubljana.

Die Distanzen in Slowenien sind überschaubar. Aber ohne Auto lässt sich seine Vielfalt nur schwer erkunden. Mietwägen sind über spezielle Agenturen in Städten und an Flughäfen problemlos verfügbar, etwa über Sixt, Europcar oder auch den ADAC.
Interessierte müssen mindestens 21 Jahre alt und mindestens zwei Jahre im Besitz eines Führerscheins sein. Einige Autoverleihe verlangen für Fahrer im Alter von 21 bis 25 Jahren eine Zusatzgebühr.

Innerhalb geschlossener Ortschaften gilt in Slowenien ein Tempolimit von 50 km/h. Auf Landstraßen liegt es bei 90 km/h, auf Schnellstraßen bei 100 km/h und auf Autobahnen bei 130 km/h. Weitere Infos für Autofahrer gibt es hier.

Slowenien ist ein ganzjähriges Reiseziel. Es gibt weder im Sommer noch im Winter Wetter- oder Niederschlagextreme, die einen Urlaub vermiesen können. Das Land ist zwar klein, verfügt durch seine unterschiedlichen Landschaftsformen jedoch über Alpen-, Kontinental- und Mittelmeerklima:

Mediterranes Flair erwartet Urlauber an der Adriaküste im Südwesten. Warme Sommer und milde Winter prägen das Bild. Bora, ein kalter Fallwind, kann einem jedoch hin und wieder den Spaß verderben. Böen um die 100 km/h und mehr sind nicht selten. Kleiner Trost: Oft folgt auf Bora sonniges Wetter.

Kontinentales Klima prägt den Nordosten. Hier breitet sich die Pannonischen Tiefebene aus. Als Folge sind die Sommer sehr heiß und die Winter deutlich kälter.

Alpines Klima herrscht in den Julischen Alpen im Nordwesten – sehr kalte Winter und mäßig warme Sommer sind die Regel. Ein Bonus: Auf dieser Südseite der Alpen fällt weniger Niederschlag als auf dem nördlichen Gegenüber in Österreich.

Klassischer Urlaub: Für einen klassischen Urlaubstrip gilt die Zeit zwischen Mai bis Oktober als beste Wahl.

Kletter- & Wanderurlaub: Touren zu den höchsten Gipfeln unternehmen Wanderer und Radler am besten in den Sommermonaten zwischen Juni und September.

Kajak & Co.: Wassersportfans haben den meisten Spaß im Juli und August – das Wasser in Soča, Sava und Co. ist zwar noch sehr kalt, aber etwas erträglicher als im Rest des Jahres.

Winterurlaub: Skifahrer und Schneeschuhwanderer können sich zwischen Dezember und April in Slowenien austoben. Durch den Klimawandel kann es jedoch passieren, dass in niedrigeren Lagen schon im Januar der Schnee für Wintersport nicht mehr genügt.

Badeurlaub: Schwimmen und planschen in der adriatischen Badewanne ist am angenehmsten zwischen Juni und September.

Entspannung ohne Trubel: Allen, die es ruhig mögen und Touristenmassen meiden wollen, empfiehlt sich ein Aufenthalt im Frühjahr (März bis Mai) und Herbst (September bis November).

Selbst große Besuchermagneten wie die Höhle von Postojna und die Altstadt von Piran sind jetzt nicht überlaufen, die Slowenen entspannter, die Preise für Unterkünfte bezahlbarer.

Zudem lockt so manches Highlight im jährlichen Festkalender: etwa der Lauf der großen, pelzigen Kurenti im Karneval von Ptuj (Februar), das Schokoladenfest in Radovljica (April) oder das Martinsfest, bei dem landesweit der neue Wein gefeiert wird (November).

Jeder zahlt heute in Slowenien mit dem Euro. Seit dem 1. Januar 2007 ist das Land Teil der europäischen Währungsunion. Der Euro löste den bis dahin gültigen slowenischen Tolar ab. Der Tolar (sein Name leitet sich ab von „Taler“) war seit der Unabhängigkeit Sloweniens im Jahr 1991 nationale Währung.

Auch in Slowenien freut sich Servicepersonal über Trinkgeld. Bis zu einem Rechnungsbetrag von 20 Euro sind im Restaurant 10 Prozent üblich. Ist die Rechnung höher, können Gäste ihr Trinkgeld stufenweise auf 5 Prozent reduzieren.

Gepäckträger im Hotel freuen sich pro Koffer über 1 Euro Trinkgeld, bei Zimmermädchen sind 4 Euro für eine Woche üblich. Bei Taxifahrten den Betrag einfach aufrunden.

Alle Kassenbelege, die Kunden im Dienstleistungsbereich erhalten (Tourismus, Gastronomie etc.), müssen mitgenommen und offiziell bis zum Ende der gesetzlichen Gewährleistung aufgehoben werden.

Das heißt: Im Restaurant die Rechnung nicht unbeachtet am Tisch liegen lassen und auch im Hotel die Abrechnung am Schluss einpacken. Wen man ohne Kassenbeleg erwischt, muss mit Strafen von 40 bis 400 Euro rechnen. Slowenien will damit der Schattenwirtschaft den Kampf ansagen.

Slowenien als billiges Reiseland? Das war einmal. Nicht nur die Vignette ist teuer. Auch auf günstige Spritpreise hofft man meist vergeblich. Mehr Geld beim Tanken sparen Autofahrer oft in Österreich. Also lieber dort noch einmal den Tank auffüllen, bevor es über die Grenze geht.

Die Preise für Unterkünfte schwanken saisonal oft stark. Besonders in den Sommermonaten Juli und August sowie zu Weihnachten und Silvester sind Übernachtungen teuer. Das betrifft insbesondere touristisch beliebte Orte wie Piran, Bled oder Ljubljana. Je nach Ort und Hotelklasse können auch die Tourismustaxen stark schwanken – zwischen 1 EUR bis 4 EUR pro Person und Nacht. Sie sind in den Unterkunftspreisen meist nicht enthalten.

Die Preise für Lebensmittel haben häufig ein ähnlich hohes Niveau wie in Deutschland oder Österreich. Auch das Warenangebot gleicht sich stark – kein Wunder, haben sich doch bekannte Ketten wie Spar, Lidl und Hofer (= Aldi) hier angesiedelt. Eine weitere (slowenische) Supermarktkette ist Mercator. Sie entspricht in Preis und Angebot etwa Edeka oder Rewe.

TIPP

Günstiger kommen Urlauber davon, wenn sie in Slowenien ein Restaurant besuchen. Preiswerte (und große!) Pizzen sowie schmackhafte Hausmannskost gibt es an fast jeder Ecke. Auch für ein Glas Bier und einen Café muss man lange nicht so tief in die Tasche greifen wie andernorts.

Stets gilt: Je weiter man sich von beliebten Stadtzentren entfernt, umso niedriger die Preise. Besonders empfiehlt sich ein Besuch in Bauerngasthäusern oder in einer der urigen Hütten Sloweniens.

Zigaretten wurden 2007 aus allen öffentlichen Gebäuden, Restaurants und Büros verbannt. Wer sich nicht daran hält, muss eine Strafe von 125 Euro zahlen. Auf öffentlichen Plätzen im Freien sowie speziellen Raucherzimmern in Hotels ist das Rauchen weiterhin erlaubt.

Im Auto ist das Rauchen generell verboten, wenn sich Personen unter 18 Jahren in dem Fahrzeug aufhalten.

Slowenien ist weltweit eines der sichersten Länder. Laut dem Weltfriedensindex (Global Peace Report) belegt das Land aktuell Platz 11 (Stand 2020) – und liegt damit vor Deutschland (Platz 16). Überall können Urlauber sich sicher bewegen. Auch für Frauen, die allein reisen, ein erheblicher Vorteil.

Grün, grüner, Slowenien: Die Nation gilt als fünftgrünstes Land der Welt und ist eines der wasserreichsten Länder Europas. Schnell verlieren Urlauber zwischen Thermalquellen, Tropfsteinhöhlen, Meer, Bergen, und Jahrhunderte alten Wäldern den Überblick.

Seine Bemühungen um Umweltschutz und Nachhaltigkeit zahlen sich aus: Als erstes Land der Welt erfüllt Slowenien alle strengen Kriterien, um von der Non-Profit Organisation „Green Destinations“ zum „grünen“ Reiseziel ernannt zu werden.

Ja, Wasserhahn auf und trinken – das ist in Slowenien überall problemlos möglich. In den Städten Maribor und Velenje finden sich zudem städtische Trinkbrunnen.

In Ljubljana, der grünen Hauptstadt Sloweniens, sind es sogar ganze 31 Brunnen, an denen jeder seinen Durst löschen kann. Eine Kuriosität am Rande: In der slowenischen Stadt Žalec gibt es zwar keinen Brunnen für Trinkwasser, aber hier fließt Gerstensaft aus der Leitung. Žalec hat damit europaweit den ersten Bierbrunnen. Mehr Infos hier.

Slowenien verfügt über eine Vielzahl an Trinkwasserquellen, die von der Bevölkerung gerne auch zu medizinischen Zwecken genutzt werden. So gibt es zum Beispiel den Ort Radenci: Hier sprudelt natürliches Mineralwasser aus der Erde. Es enthält Kohlensäure und einen hohen Anteil an gelösten Mineralstoffen. Slowenien vermarktet das Wasser landesweit unter der Marke „Radenska“.

In der Nähe des Heilbades Rogaška Slatina entspringt Donat Mg, das magnesiumreichste Wasser der Welt. Es steht im Ruf, die Verdauung zu fördern und den Magen zu beruhigen. Auch in vielen anderen Teilen Sloweniens wimmelt es von Quellen, aus denen Heilwasser sprudeln. Eine regelrechte Bar im Grünen.

Egal ob edles Hotel, Ferienwohnung, Camping oder Glamping – in Slowenien finden alle ein passendes Bett für ihr müdes Haupt.

Hotels
Gästen stehen je nach Geldbeutel Ein- bis Fünf-Sterne-Hotels zur Verfügung. Die Palette reicht von kleinen Boutique Hotels in Stadtzentren über große anonyme Hotelkomplexe bis hin zu Hotels in Heilbädern. Es gibt sogar Häuser, die sich speziell an Wanderer oder Fahrradfahrer richten.

Ferienwohnungen/ Ferienhäuser/ Appartements
Egal ob in Stadtzentren oder naturnaher Provinz: Privatunterkünfte werden in ganz Slowenien angeboten. Die Besitzer kümmern sich oft mit Hingabe um ihre Gäste. Darüber hinaus profitieren Urlauber von vielen lokalen Insidertipps, die die Vermieter ihnen gerne mit auf den Weg geben.

Camping
In Slowenien zelten mit Isomatte und Schlafsack? Das war einmal. Die meisten Camper sind heute mit hochgerüsteten Wohnmobilen oder -anhängern unterwegs. Slowenien reagiert auf diesen Trend und baut sein Netz stetig aus. Schon heute gibt es über 165 Wohnmobilstellplätze.

Die Tourismusbehörde bietet einen Plan an, über den jeder seinen passenden Stellplatz finden kann. Es gibt drei Kategorien:

  • temporäre Parkplätze ohne Versorgung für kurze Zwischenstopps
  • Stellplätze mit Teilversorgung (z.B. auf Bauernhöfen)
  • und jene mit einer umfangreichen Infrastruktur. Sie bieten Trinkwasser-, Strom- und Internetzugang, gepflegte Sanitäranlagen und Reinigungsmöglichkeiten.

Glamping
Das Kunstwort aus Glamour und Camping hat mit der Flexibilität und Schlichtheit von echtem Camping nur noch wenig zu tun. Glamping Flächen sind angelegt wie Ressorts und wollen ihren Gästen so viel Luxus wie möglich bieten.

Gäste schlafen meist in edlen Holzhütten, fest installierten Zelten mit Parkettboden oder großen Jurten. Nah gelegene Saunen, Hot Tubs oder Pools, Spielbereiche für Kinder und Edelrestaurants runden das Angebot ab.

Es empfiehlt sich, die Unterkünfte vorher gut zu prüfen: Glamping Resorts sind teuer, die Unterkünfte teils aber schlecht isoliert, nah aneinander gebaut (Lärm!) und verfügen oftmals nur über Gemeinschaftsbäder. Wenn euch all das nicht stört, seid ihr dort gut aufgehoben. Einen Überblick über aktuelle Glamping Angebote in Slowenien bietet die Slowenische Tourismusbehörde hier.

Touristische Bauernhöfe
Slowenien ist tief verwurzelt in der bäuerlichen Kultur. Große Betriebe wird man hier nicht finden. Kleinbauern prägen das Bild. Zwischen ihren Obstwiesen, Weinbergen und Bienenstöcken heißen sie Besucher stets herzlich willkommen.

800 Touristische Bauernhöfe gibt es in Slowenien. 391 davon bieten Gästezimmer an. In einfachen oder luxuriös ausgebauten Zimmern und Appartements können Stressgeplagte die Ruhe und Frischluft genießen, lokal produzierte Spezialitäten genießen und den Bauern über die Schulter schauen. Nicht nur für Familien mit Kindern ein echtes Erlebnis.

Hostels/ Jugendherbergen
Verlässlich Geld sparen können alle, die Mehrbettzimmer und Gemeinschaftsbäder nicht abschrecken. Über das ganze Land spannt sich ein Netz aus Hostels. Ungewöhnliche Schlaferlebnisse bieten zwei Herbergen in Ljubljana: Im Hostel Celica schlafen Gäste in ehemaligen Gefängniszellen, im Hostel Tresor stehen die Betten in den Räumen einer ehemaligen Bank.

Berghütten
Preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten bieten auch die Bergütten Sloweniens. In Talnähe sind die Hütten meist ganzjährig geöffnet. Weiter oben oft nur in den Monaten Mai bis September.

Hier finden Gäste nicht nur Schutz vor Unwettern und einen Schlafplatz. Oft können sie sich hier nach Herzenslust an der deftigen Vielfalt slowenischer Küche satt essen. Štrukli, Krainer Wurst und Jota-Suppe sind nur einige schmackhafte Klassiker, die dort angeboten werden. Beste Essensbegleiter: Bergtee (Planinski Čaj), Decke und ein Platz vor dem knisternden Hüttenkamin.

Packliste für Slowenien

Hier erhältst Du Tipps, was in Deinen Taschen auf keinen Fall fehlen sollte – sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt.

Hinfahrt – Ich packe meinen Koffer…

… und rein kommen nebst Zahnbürste und Wechselwäsche am besten auch folgende Begleiter:

Feste Schuhe

Auch wenn sie schwer und sperrig sind: Unterwegs solltest Du nicht auf feste Schuhe verzichten. Slowenien ist durchzogen von phänomenalen Berg- und Wanderwegen. Statt Forststraße und Asphalt erwarten Dich oft wurzelbewachsene oder steinige Pfade.

Das betrifft kurze Touren, wie etwa jene zum Aussichtspunkt Ojstrica in Bled (siehe oben). Aber auch längere „Spaziergänge“ zu Wasserfällen, Quellen oder durch Wälder. Auch wenn die Entscheidung schwer fällt: Pack die Bergschuhe besser mit ein.

Karten, Karten, Karten

Egal ob in den Urwäldern in Südslowenien, an der kurzen Küste oder im märchenhaften Soča Tal: die Rad- und Wandermöglichkeiten sind schier endlos. Die slowenische Tourismusbehörde bietet für jede Ecke umfangreiches Kartenmaterial. Es wird Dir auf Wunsch gerne kostenfrei zugeschickt.

Eine Übersicht zu den Tourismusbüros mit Kontaktdaten gibt es hier. Einige Tourenbeschreibungen, wie etwa der Juliana Trail, lassen sich auch als App herunterladen.

Zeckenschutz

Leider haben sich die Plagegeister in Slowenien gut ausgebreitet. Auch das von Zecken übertragene FSME-Virus ist Dauergast im Land. Besonders die touristisch relevanten Regionen um Ljubljana, Maribor und Kočevje gelten als FSME-Risikogebiet.
Gerade diejenigen, die keine FSME-Schutzimpfung haben, sollten auf einen peniblen Zeckenschutz achten: Lange Hose, feste Schuhe, Socken und am besten auch noch ein Zeckenschutzspray auf die Haut auftragen.

Kleines Wörterbuch

Slowenen sind entzückt, wenn Du Dich um ein paar Brocken ihrer Sprache bemühst. Zwar starten viele Gäste eine Konversation munter auf Englisch oder Deutsch. Doch ein eingestreutes Hvala (Danke) oder Prosim (Bitte) lässt einheimische Herzen höher schlagen. Je weiter sich Urlauber in das sprachliche Neuland wagen, desto verdrehter ist vielleicht die Zunge, aber umso erfreuter der slowenische Gastgeber.

Zwiebellook

Slowenien ist das ganze Jahr über ein Top Reiseziel. Doch statt dicker Jacke im Winter und kurzer Hose im Sommer ist der Zwiebellook die beste Wahl für’s Gepäck. Auch wenn es im Sommer an der Küste und in Städten schnell stickig und heiß sein kann: In den Bergen, Tropfsteinhöhlen und neben Wasserfällen ist es empfindlich kühl.

Umgekehrt liegt im Winter teils meterhoher Schnee, aber an der Küste bleibt stets ein mildes Klima. Auch Karsthöhlen fühlen sich dann plötzlich „wärmer“ an. Funktionswäsche, Strickjacke und dünnere Shirts übereinander anziehen – dann kannst Du Dich stets der Umgebungstemperatur anpassen.

Rückfahrt – Essbares statt Staubfänger

Klar gibt es in Slowenien genug Läden, wo sich Fans von Nippes mit allen möglichen Memorabilia eindecken können. Doch nicht nur Liebe geht durch den Magen. Auch schöne Erinnerungen an den Urlaub. Regional typische Produkte können ein Stück Slowenien nach Hause bringen. Hier eine kleine Auswahl:

Honig

Die Imkerei ist fester Bestandteil im Hobbykatalog der Slowenen. Aus Liebe zu ihren Bienen und dem flüssigen Gold gelang es ihnen sogar, den Weltbienentag ins Leben zu rufen. Alles, was die fleißigen Tiere produzieren, wird in Slowenien verwertet: Wachs, Gelée Royale, Blütenpollen, Propolis und natürlich Honig.

Die Honigsorten sind so vielfältig wie die umgebende Flora. Neben Waldhonig gibt es auch so außergewöhnliche Sorten wie Fichten-, Kastanien- oder Weißtannenhonig.

Guten slowenischen Honig erhältst Du auf Wochenmärkten (z.B. jenem in der Altstadt von Ljubljana am Pogačarjev trg), in Spezialgeschäften wie dem Honey House in Ljubljana, vielfach aber auch in großen Supermärkten (Mercator…) oder direkt vom Imker am Hof. Bei der Fahrt über Landstraßen einfach mal auf Schilder mit der Aufschrift „MED“ (Honig“) achten.

Craft Bier

Seit Jahren wächst und gedeiht die Craft Bier Szene in Slowenien. Craft Bier Brauereien, Bierfestivals und Bierbars schießen wie Pilze aus dem Boden. Allen gemeinsam ist eine tiefe Leidenschaft für den Hopfensaft, natürliche Zutaten und viel Spaß am Experimentieren. Sechs Brauereien stechen aus dieser Menge besonders prominent hervor: Bevog, Reservoir Dogs, Pelicon, Vega, Tektonik und HumanFish.

Insbesondere in Ljubljana tummeln sich eine Reihe von Bars, in denen man verschiedene lokale Biersorten ausprobieren kann, etwa im Lajbah oder Sir William’s Pub. Hier findest Du bestimmt Deinen Favoriten, der Dich auch nach Hause begleiten soll. (Äh, ich rede hier immer noch vom Bier!)

Viele slowenische Supermärkte führen mittlerweile eine kleine Auswahl lokaler Craft Bier Sorten. Mit dabei sind stets die populärsten Vertreter wie Bevog und Tektonik. Wer aus dem vollen Programm schöpfen will, sollte eines der Spezialgeschäfte besuchen, die es vor allem im Zentrum von Ljubljana gibt, etwa den Craft Room, Craft Beer Shop Pr ‚Primožu oder den Pivoljub Beer Shop.

Salz

In den Salzfeldern vor der slowenischen Küste „ernten“ Salzgärtner das weiße Gold noch auf althergebrachte Art: Meerwasser verdunstet in riesigen Becken und wird anschließend abgeschöpft.

Die Palette reicht von einfachem Speisesalz bis hin zum edlen Fleur de Sel. Unter der Marke „Piranske Soline“ wird das Salz zu ganz unterschiedlichen Produkten verarbeitet und verkauft – etwa als Kräutersalz, Pflegeprodukt oder gar Schokolade.

Die Marke „Piranske Soline“ hat es bis in deutsche Supermärkte geschafft – allerdings finden Kunden dort meist nur den Kassenschlager Fleur de Sel. Die komplette Produktpalette erhältst Du nur in den markeneigenen Shops in Slowenien. Diese gibt es im Zentrum von Ljubljana, Bled, Piran usw.

Süßspeisen

Die Slowenen sind ein vernaschtes Volk. Das zeigt sich auch in verschiedenen zuckerhaltigen Top Produkten. Für alle, die diese Leidenschaft teilen, lohnt übrigens ein Ausflug zum Süßspeisenfestival Sladka Istra, das einmal im Jahr in der Küstenstadt Koper organisiert wird. Viele verschiedene Stände bieten eine breite Palette slowenischer Dessers, Kuchen, Crèmes usw. Wer es nicht dorthin schafft, der sollte sich am besten an einem dieser kulinarischen Hot Spots mit Süßem versorgen:

  • LePotica – eine kleine, feine Boutique in der Altstadt von Ljubljana, die ausschließlich dem slowenischen Nationalgericht gewidmet ist, der Heferolle Potica. Hier gibt es sie in ganz unterschiedlichen Varianten (mit Haselnuss, Estragon, Mohn…) – alles in wunderbar kleinen Portionen, die Du mit einem Biss verschlingen kannst…
  • Moji Štruklji – „Strukli“ oder einfach Strudel ist ein ständiger Gast auf slowenischen Tellern. Entweder als süße Variante gefüllt mit Äpfeln, kandierten Orangen oder Aprikosen. Oder als herzhafte Beilage gefüllt mit Hüttenkäse, Buchweizen usw. In dem Laden kannst Du Dich hemmungslos durchprobieren.
  • Olimje Schokolade – Wen es in den beschaulichen, ruhigen Osten von Slowenien verschlägt, sollte unbedingt einen Stop in der Čokoladnica Olimje machen. Die Regale in dem kleinen Laden biegen sich schier unter der Menge an dunkler oder weißer Schokolade. Frische Zutaten und viel Liebe bei der Herstellung zaubern wunderbare Aromen auf die Zunge.

Das ist nur ein kurzer Einblick in die kulinarische Schatzkiste Sloweniens. Wer sich im Land aufhält, wird zahlreiche weitere Produkte kennen und schätzen lernen, etwa den Wein, Schinken, Bleder Crèmeschnitten, Krainer Wurst und, und, und. Auf Wochenmärkten oder in Läden wie Dobrote Dolenjske oder Kraševka kannst Du authentische slowenische Produkte erwerben.

Slowenien – kleines Land ganz groß

Hier wurden (hoffentlich) die drängendsten Fragen für Deinen Urlaub in Slowenien beantwortet. Jetzt sollte Deiner Reise nichts mehr im Wege stehen. Wenn Du mit dem Auto oder Motorrad anreist, findest Du hier wesentliche Informationen zu Vignette, Verkehr & Co.

Auf dieser Website gibt es eine Fülle an individuellen Touren und Ausflügen. Wir haben für jeden etwas dabei, egal ob Genießer, Naturliebhaber oder Kulturfan. Und für müde Häupter gibt es noch eine Auswahl besonders schöner Unterkünfte.

Wir wünschen Dir viel Spaß beim Stöbern und einen tollen Urlaub in Slowenien!

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