Slowenien Reise

Infos, Tipps und Highlights für Deine Routenplanung im Urlaub

Slowenien Anreise:
per Flugzeug, Zug, Bus oder als Selbstfahrer im Auto

Gerade einmal 4,5 Stunden Fahrt mit dem Auto trennen München von der Hauptstadt Ljubljana. Ein Katzensprung verglichen mit anderen Urlaubsdestinationen. Für die Anreise mit dem eigenen Auto ist Slowenien bestens geeignet.

Für alle, die weiter nördlich wohnen, empfiehlt sich die Anreise per Zug oder Flugzeug. Mehrere Nonstop-Flüge starten täglich von Städten wie Berlin, Hamburg oder Frankfurt in die slowenische Hauptstadt. Auch die Stadt Maribor im Osten des Landes wird angeflogen. Die gängigen Fluglinien, die Slowenien von Deutschland aus anpeilen, sind EasyJet und Adria Airways.

Sparpreis Tickets von der Bahn gibt es schon ab 39,90 EUR. Auch Fernreisebuslinien haben Slowenien fest im Programm. So können sparsame Urlauber mit Flixbus für wenig Geld zahlreiche Slowenien Hot Spots erreichen, wie etwa Bled, Piran oder Ljubljana.

Mietwagen in Slowenien – junge Fahrer zahlen extra

Die Distanzen in Slowenien sind überschaubar. Aber ohne Auto lässt sich seine Vielfalt nur schwer erkunden. Mietwägen sind über spezielle Agenturen in Städten und an Flughäfen problemlos verfügbar, etwa über Sixt, Europcar oder auch den ADAC. Interessierte müssen mindestens 21 Jahre alt und mindestens zwei Jahre im Besitz eines Führerscheins sein. Einige Autoverleihe verlangen für Fahrer im Alter von 21 bis 25 Jahren eine Zusatzgebühr.

Visum in Slowenien – kein Problem in der EU

Die EU macht es deutschen Urlaubern einfach: Ein Aufenthalt von bis zu drei Monaten ist ohne besonderen Papierkram möglich. Ein gültiger Reisepass/ Personalausweis genügt. Wenn der Aufenthalt drei Monate übersteigt, muss bei der zuständigen Verwaltungseinheit (Konsulat, Botschaft, Ausländerbehörde) eine Aufenthaltserlaubnis eingeholt werden.

Ausnahme: In Deutschland lebende Personen, die einem Staat angehören, der kein EU-Mitglied ist
Jeder, auf den das zutrifft, muss neben seinem gültigen Reisepass auch den Nachweis seiner deutschen Aufenthaltsberechtigung bei sich führen. Andernfalls droht in Slowenien eine Geldbuße wegen unerlaubter Einreise und Aufenthalts. Auch eine Weiterreise nach Kroatien und ggf. von dort aus in andere Länder, ist nur möglich, wenn an der Grenze sowohl ein gültiger Reisepass, als auch ein gültiger Aufenthaltstitel vorgezeigt werden.

Nachhaltigkeit in Slowenien – Musterschüler im Ökotourismus

Grün, grüner, Slowenien: Die Nation gilt als fünftgrünstes Land der Welt und ist eines der wasserreichsten Länder Europas. Schnell verlieren Urlauber zwischen Thermalquellen, Tropfsteinhöhlen, Meer, Bergen, und Jahrhunderte alten Wäldern den Überblick. Seine Bemühungen um Umweltschutz und Nachhaltigkeit zahlen sich aus: Als erstes Land der Welt erfüllt Slowenien alle strengen Kriterien, um von der Non-Profit Organisation „Green Destinations“ zum „grünen“ Reiseziel ernannt zu werden.

Preise in Slowenien – kein billiges Reiseland

Slowenien als billiges Reiseland? Das war einmal. Nicht nur die Vignette ist teuer. Auch auf günstige Spritpreise hofft man meist vergeblich. Geld sparen Autofahrer oft in Österreich. Also lieber dort noch einmal den Tank auffüllen, bevor es über die Grenze geht.

Die Preise für Unterkünfte schwanken saisonal oft stark. Besonders in den Sommermonaten Juli und August sowie zu Weihnachten und Silvester sind Übernachtungen teuer. Das betrifft insbesondere touristisch beliebte Orte wie Piran, Bled oder Ljubljana. Je nach Ort und Hotelklasse können auch die Tourismustaxen stark schwanken – zwischen 1 EUR bis 4 EUR pro Person und Nacht. Sie sind in den Unterkunftspreisen oft nicht enthalten.

Die Preise für Lebensmittel haben häufig ein ähnlich hohes Niveau wie in Deutschland oder Österreich. Auch das Warenangebot gleicht sich stark – kein Wunder, haben sich doch bekannte Ketten wie Spar, Lidl und Hofer (= Aldi) hier angesiedelt. Eine weitere (slowenische) Supermarktkette ist Mercator. Sie entspricht in Preis und Angebot etwa Edeka oder Rewe.

Günstiger kommen Urlauber davon, wenn sie in Slowenien ein Restaurant besuchen. Preiswerte (und große!) Pizzen sowie schmackhafte Hausmannskost gibt es an fast jeder Ecke. Auch für ein Glas Bier und einen Café muss man lange nicht so tief in die Tasche greifen wie andernorts. Je weiter man sich von beliebten Stadtzentren entfernt, umso niedriger die Preise. Besonders empfiehlt sich ein Besuch in Bauerngasthäusern oder in einer der urigen Hütten Sloweniens, etwa die Tonkina Koča am Vršič Pass oder die Koča pri izviru Soče am Zugang zur Soča Quelle. Egal ob frische Beeren mit Sahne, süße Strukli oder herzhafte Krainer Wurst – alles wird mit Hingabe gekocht zu bezahlbaren Preisen.

Trinkgeld und Belegpflicht – Schattenwirtschaft unerwünscht

Auch in Slowenien freut sich Servicepersonal über Trinkgeld. Bis zu einem Rechnungsbetrag von 20 Euro sind im Restaurant 10 Prozent üblich. Ist die Rechnung höher, können Gäste ihr Trinkgeld stufenweise auf 5 Prozent reduzieren. Gepäckträger im Hotel freuen sich pro Koffer über 1 Euro Trinkgeld, bei Zimmermädchen sind 4 Euro für eine Woche üblich. Bei Taxifahrten den Betrag einfach aufrunden.

Erwähnenswert ist die Belegpflicht. Alle Kassenbelege, die Kunden im Dienstleistungsbereich erhalten (Tourismus, Gastronomie etc.), müssen mitgenommen und offiziell bis zum Ende der gesetzlichen Gewährleistung aufgehoben werden. Das heißt: Im Restaurant die Rechnung nicht unbeachtet am Tisch liegen lassen und auch im Hotel die Abrechnung am Schluss einpacken. Wen man ohne Kassenbeleg erwischt, muss mit Strafen von 40 bis 400 Euro rechnen. Slowenien will damit der Schattenwirtschaft den Kampf ansagen.

Trinkwasser – Quellen überall

Wasserhahn auf und trinken – das ist in Slowenien überall problemlos möglich. In den Städten Maribor und Velenje finden sich zudem städtische Trinkbrunnen. In Ljubljana, der grünen Hauptstadt Sloweniens, sind es sogar ganze 31 Brunnen, an denen jeder seinen Durst löschen kann. Eine Kuriosität am Rande: In der slowenischen Stadt Žalec gibt es zwar keinen Brunnen für Trinkwasser, aber hier fließt Gerstensaft aus der Leitung. Žalec hat damit europaweit den ersten Bierbrunnen. Mehr Infos hier.

Slowenien verfügt über eine Vielzahl an Trinkwasserquellen, die von der Bevölkerung gerne auch zu medizinischen Zwecken genutzt werden. So gibt es zum Beispiel den Ort Radenci: Hier sprudelt natürliches Mineralwasser aus der Erde. Es enthält Kohlensäure und einen hohen Anteil an gelösten Mineralstoffen. Slowenien vermarktet das Wasser landesweit unter der Marke „Radenska“. In der Nähe des Heilbades Rogaška Slatina entspringt Donat Mg, das magnesiumreichste Wasser der Welt. Es steht im Ruf, die Verdauung zu fördern und den Magen zu beruhigen. Auch in vielen anderen Teilen Sloweniens wimmelt es von Quellen, aus denen Heilwasser sprudeln. Eine regelrechte Bar im Grünen.

Slowenien Wetter – die beste Reisezeit für jeden Urlaub

Slowenien ist ein ganzjähriges Reiseziel. Es gibt weder im Sommer noch im Winter Wetter- oder Niederschlagextreme, die einen Urlaub vermiesen können. Das Land ist zwar klein, verfügt durch seine unterschiedlichen Landschaftsformen jedoch über Alpen-, Kontinental- und Mittelmeerklima: Mediterranes Flair erwartet Urlauber an der Adriaküste im Südwesten. Warme Sommer und milde Winter prägen das Bild. Bora, ein kalter Fallwind, kann einem jedoch hin und wieder den Spaß verderben. Böen um die 100 km/h und mehr sind nicht selten. Kleiner Trost: Oft folgt auf Bora sonniges Wetter.

Kontinentales Klima prägt den Nordosten. Hier breitet sich die Pannonischen Tiefebene aus. Als Folge sind die Sommer sehr heiß und die Winter deutlich kälter.
Alpines Klima herrscht in den Julischen Alpen im Nordwesten – sehr kalte Winter und mäßig warme Sommer sind die Regel. Ein Bonus: Auf dieser Südseite der Alpen fällt weniger Niederschlag als auf dem nördlichen Gegenüber in Österreich.

Wann ist nun die beste Reisezeit,
um Slowenien zu entdecken?

  • Klassischer Urlaub: Für einen klassischen Urlaubstrip gilt die Zeit zwischen Mai bis Oktober als beste Wahl.
  • Kletter- & Wanderurlaub: Touren zu den höchsten Gipfeln unternehmen Wanderer und Radler am besten in den Sommermonaten zwischen Juni und September.
  • Kajak & Co.: Wassersportfans haben den meisten Spaß im Juli und August – das Wasser in Soča, Sava und Co. ist zwar noch sehr kalt, aber etwas erträglicher als im Rest des Jahres.
  • Winterurlaub: Skifahrer und Schneeschuhwanderer können sich zwischen Dezember und April in Slowenien austoben. Durch den Klimawandel kann es jedoch passieren, dass in niedrigeren Lagen schon im Januar der Schnee für Wintersport nicht mehr genügt.
  • Badeurlaub: Schwimmen und planschen in der adriatischen Badewanne ist am angenehmsten zwischen Juni und September.
  • Entspannung ohne Trubel: Allen die es ruhig mögen und Touristenmassen meiden wollen, empfiehlt sich ein Aufenthalt im Frühjahr (März bis Mai) und Herbst (September bis November). Selbst große Besuchermagneten wie die Höhle von Postojna und die Altstadt von Piran sind jetzt nicht überlaufen, die Slowenen sind entspannter, die Preise für Unterkünfte bezahlbarer. Zudem lockt so manches Highlight im jährlichen Festkalender: etwa der Lauf der großen, pelzigen Kurenti im Karneval von Ptuj (Februar), das Schokoladenfest in Radovljica (April) oder das Martinsfest, bei dem landesweit der neue Wein gefeiert wird (November).

Unterkünfte – von einfach bis Luxus ist alles dabei

Egal ob edles Hotel, Ferienwohnung, Camping oder Glamping – in Slowenien finden alle ein passendes Bett für ihr müdes Haupt.

Hotels
Gästen stehen je nach Geldbeutel Ein- bis Fünf-Sterne-Hotels zur Verfügung. Die Palette reicht von kleinen Boutique Hotels in Stadtzentren über große anonyme Hotelkomplexe bis hin zu Hotels in Heilbädern. Es gibt sogar Häuser, die sich speziell an Wanderer oder Fahrradfahrer richten.

Ferienwohnungen/ Ferienhäuser/ Appartements
Egal ob in Stadtzentren oder naturnaher Provinz: Privatunterkünfte werden in ganz Slowenien angeboten. Die Besitzer kümmern sich oft mit Hingabe um ihre Gäste. Ein kleiner Empfang mit Kuchen oder Wein ist nicht ungewöhnlich. Darüber hinaus profitieren Urlauber von vielen lokalen Insidertipps, die die Vermieter ihnen gerne mit auf den Weg geben.

Camping
In Slowenien zelten mit Isomatte und Schlafsack? Das war einmal. Die meisten Camper sind heute mit hochgerüsteten Wohnmobilen oder -anhängern unterwegs. Slowenien reagiert auf diesen Trend und baut sein Netz stetig aus. Schon heute gibt es über 165 Wohnmobilstellplätze. Die Tourismusbehörde bietet einen Plan an, über den jeder seinen passenden Stellplatz finden kann. Es gibt drei Kategorien: temporäre Parkplätze ohne Versorgung für kurze Zwischenstopps, Stellplätze mit Teilversorgung (z.B. auf Bauernhöfen) und jene mit einer umfangreichen Infrastruktur. Sie bieten Trinkwasser-, Strom- und Internetzugang, gepflegte Sanitäranlagen und Reinigungsmöglichkeiten.

Glamping
Das Kunstwort aus Glamour und Camping hat mit der Flexibilität und Schlichtheit von echtem Camping nur noch wenig zu tun. Glamping Flächen sind angelegt wie Ressorts und wollen ihren Gästen so viel Luxus wie möglich bieten. Gäste wählen meist aus edlen Holzhütten, fest installierten Zelten mit Parkettboden oder großen Jurten. Nah gelegene Saunen, Hot Tubs oder Pools, Spielbereiche für Kinder und Edelrestaurants runden das Angebot ab. Es empfiehlt sich, die Unterkünfte vorher gut zu prüfen: Glamping Resorts sind teuer, die Unterkünfte teils aber schlecht isoliert, nah aneinander gebaut (Lärm!) und verfügen oftmals nur über Gemeinschaftsbäder. Wenn euch all das nicht stört, seid ihr dort gut aufgehoben. Einen Überblick über aktuelle Glamping Angebote in Slowenien bietet die Slowenische Tourismusbehörde hier.

Touristische Bauernhöfe
Slowenien ist tief verwurzelt in der bäuerlichen Kultur. Große Betriebe, wie etwa im Agrarland Niedersachsen, wird man hier nicht finden. Kleinbauern prägen das Bild. Zwischen ihren Obstwiesen, Weinbergen und Bienenstöcken heißen sie Besucher stets herzlich willkommen: 800 Touristische Bauernhöfe gibt es in Slowenien. 391 davon bieten Gästezimmer an. In einfachen oder luxuriös ausgebauten Zimmern und Appartements können Stressgeplagte die Ruhe und Frischluft genießen, lokal produzierte Spezialitäten genießen und den Bauern über die Schulter schauen. Nicht nur für Familien mit Kindern ein echtes Erlebnis.

Hostels/ Jugendherbergen
Verlässlich Geld sparen können alle, die Mehrbettzimmer und Gemeinschaftsbäder nicht abschrecken. Über das ganze Land spannt sich ein Netz aus Hostels. Ungewöhnliche Schlaferlebnisse bieten zwei Herbergen in Ljubljana: Im Hostel Celica schlafen Gäste in ehemaligen Gefängniszellen, im Hostel Tresor stehen die Betten in den Räumen einer ehemaligen Bank.

Berghütten
Preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten bieten auch die Bergütten Sloweniens. In Talnähe sind die Hütten oft ganzjährig geöffnet. Weiter oben oft nur in den Monaten Mai bis September. Hier finden Gäste nicht nur Schutz vor Unwettern und einen Schlafplatz. Oft können sie sich hier nach Herzenslust an der deftigen Vielfalt slowenischer Küche satt essen. Štrukli, Krainer Wurst und Jota-Suppe sind nur einige schmackhafte Klassiker, die verlässlich dort angeboten werden. Beste Essensbegleiter: Bergtee (Planinski Čaj), Decke und ein Platz vor dem knisternden Hüttenkamin.

Sehenswürdigkeiten – Die 10 schönsten Orte in Slowenien

Das kleine Land überbietet sich selbst mit all seinen Sehenswürdigkeiten. Sich auf einige wenige Top Spots zu beschränken, fällt schwer. Hier eine Auswahl der absoluten „Must-sees“:

Bled – Einzige Insel Sloweniens

Postkartenidylle pur: Inmitten des Bleder Sees findet sich ein kleines Eiland mit Café und Kirche. Ein echtes Highlight in jeder Fotosammlung. Mit Ruderbooten erreichen Besucher die Insel. Wer die monumentale Treppe erklommen hat, kann erstmal durchatmen und den herrlichen Blick auf See und Alpenpanorama genießen. Zurück am Ufer unbedingt noch die berühmten Bleder Crèmeschnitten probieren.

Predjama – Trotzige Höhlenburg

Predjama ist etwas für die hartgesottenen Burgherren und -damen! Trotzig und abweisend thront die größte Höhlenburg der Welt in einem Felsportal – architektonisch mit dem Stein verschmolzen. Das Besondere: Die dahinter liegenden Höhlengänge führen in benachbarte Täler und retteten ihren Bewohnern mehr als einmal das Leben. Dazu zählt auch der berühmt-berüchtigte Raubritter Erasmus von Luegg. Kaiserliche Truppen belagerten ihn ein Jahr lang – erfolglos! Statt sich aushungern zu lassen, bewarf der Raubritter die Truppen mit gebratenem Ochsenfleisch und Kirschen.

Postojna – Palast aus Tropfstein

Zwanzig Kilometer lange Gänge, Hallen, so groß, dass darin Konzerte stattfinden und ein kolossaler, weißer Stalagmit namens Brillant: Die Höhle von Postojna strotzt nur so vor Attraktionen. Kein touristischer Geheimtipp, aber ganz sicher ein Fall für die „Nicht-Verpassen-Liste“. Ein Höhlenzug bringt Besucher an den Startpunkt der Tour. Gut ausgebaute Wege führen durch die monumentale Karstlandschaft. Manch einer entdeckt vielleicht auch den lichtscheuen Grottenolm, der lange Zeit als „Drachenbaby“ galt. In gesonderten Touren können Mutige die versteckten Bereiche der Höhle mit Kletterausrüstung erkunden. Sie tragen so „einladende“ Namen wie Unterer Tartaros, Bunter Gang oder Schwarze Höhle.

Piran – Klein Venedig Sloweniens

Magst Du bezaubernde kleine Städte? Schlenderst gerne durch verwinkelte Gassen? Und liebst grandiose Ausblicke aufs Meer? Dann ist Piran das perfekte Ziel! Die Küstenstadt bietet hinreißendes italienisch-slowenisches Flair: Bis heute prägen die zahlreichen Bauwerke der Venezianer das Stadtbild, die Piran im 13. Jahrhundert eroberten. Eine Fülle an bildschönen Plätzen und Palästen, Loggien, Balustraden und verspielten Spitzbögen wartet hinter jeder Ecke. Nebenbei öffnet sich Besuchern immer wieder der Blick auf die Reste der imposanten Stadtmauer, den malerischen Hafen und die blaue Weite des Mittelmeers.

Lipica – ältestes Gestüt Europas

Seit 1580 werden hier Lipizzaner Pferde für Paradeauftritte gezüchtet. Auf geführten Touren über das Gelände können Gäste die herrschaftlichen Gewölbestallungen sehen und Zuchthengste aus der Nähe betrachten. Nach einem Besuch des Lipizzaner- und Kutschen-Museums lohnt es sich, über das Gelände zu streifen. Zwischen den malerischen Weiden, Alleen und Parks warten immer wieder Gruppen der schneeweißen Pferde mit ihren schwarzen Fohlen – Kamera bereithalten!

Ljubljana – Stadt der Kontraste

In Ljubljanas Altstadt treffen sie sich alle: Studenten und Hipster, Kultur-Fans und Café-Enthusiasten, Gemüsebauern und Gourmets. In dieser wunderbar entspannten Atmosphäre buhlen zahlreiche Highlights um Aufmerksamkeit: Gebäuden aus Barock und Jugendstil, zahlreiche Arkaden am Flussufer, die Drachenbrücke, der alte Marktplatz oder der Robba-Brunnen.
Autos wurden aus der Altstadt verbannt. Stattdessen können Einheimische und Touristen kostenfrei Elektroshuttles und Fahrräder nutzen. Die EU ehrte die Stadt für ihr nachhaltiges Konzept 2016 mit dem Titel „Grüne Hauptstadt Europas“.

Kontrastprogramm gibt es im Norden Ljubljanas: Das Kulturzentrum Metelkova war bis 1991 Militärkaserne und beherbergt heute Kunstateliers, Galerien und Clubs. Das Gelände wurde von seinen kreativen Bewohnern hingebungsvoll dekoriert: Kunstvolle Graffiti, Plakate, Skulpturen und Mosaiksteine geben Metelkova seine Prägung. Noch heute finden hier Partys statt – zum Missfallen der Stadtverwaltung, die die Häuser leider lieber abreißen würde.

Soča Tal – Märchenwelt und Sportstudio in einem

Wohnen dort Riesen, Zwerge oder Elfen? Mit seinen dichten Wäldern, kantigen Bergmassiven und majestätischen Wasserfällen wirkt das Soča Tal wie aus alten Märchen. Besucher taumeln von einem Highlight zum nächsten: Hier wartet der majestätische Wasserfall Slap Peričnik, der stille Jasna See, in dem sich die umliegenden Berge spiegeln, die grünen Zelenci Quellen und natürlich der Fluss der Flüsse: Die türkisblaue Soča.

Kajak Fahrer und Rafting Boote testen ihr Können auf dem Wasser, Bergsteiger erklimmen den höchsten Berg Sloweniens, den Triglav, Mutige gleiten im Eiltempo an einer Zipline über die Skisprungschanze Planica – eine der höchsten weltweit. Auch für Genusswanderer gibt es Unmengen zu entdecken in diesem Farbenspiel aus grün und blau: Etwa außergewöhnliche Felsformationen wie das „Heidnische Mädchen“, die schöne Russische Kapelle, den grandiosen Ausblick in das Trenta Tal am Vršič Pass oder die Quelle der Soča.

Škocjan – Canyon der Unterwelt

Faszinierend, geheimnisvoll und im wahrsten Sinne berauschend: Der größte unterirdische Canyon Europas verläuft in den Höhlen von Škocjan. Seit 1986 steht der Komplex auf der Liste des UNESCO Weltkultur- und Naturerbes. Besucher treffen hier auf bis zu 15 Meter große Tropfsteinriesen und zahlreiche unterirdische Wasserfälle (im gesamten Höhlensystem gibt es davon 26).

Das Highlight ist die ca. 50 Meter hohe Cerkvenik-Brücke: Hier öffnet sich ein atemberaubender Blick auf den Karstfluss, der tief unten vorbei donnert. Links und rechts sind Besucher umgeben von imposanten Felswänden, die die Wassermassen einst formten. Der Weg führt über insgesamt 500 Stufen. Mehrere Brücken leiten Gäste durch die extravaganten Schöpfungen dieser Karstlandschaft – ein Erlebnis der besonderen Art.

Vipava – Schlaraffenland hinter den Bergen

Ganz tief hat die Natur hier in den Farbtopf gegriffen: Das Vipava-Tal präsentiert sich wie in einem Hochglanzmagazin. Blühende Pfirsich- und Kirschbäume schmücken das Bild, ebenso wie gelbe Getreidefelder und urige Dörfer. Seine versteckte Schönheit animierte die Autoren des Lonely Planet 2018 das Vipava in die Top Ten Liste der europäischen Reiseziele aufzunehmen.

Reben und der kalte Bora Wind sind Grundlage für zwei Spezialitäten dieser Gegend: Wein und Schinken. Hier finden sich extravagante Trauben, wie die autochthone Sorte Zelèn, Pinela oder Klarnica. Winzer öffnen Besuchern gerne ihre Keller. Auch in Vinotheken und Straußwirtschaften („Osmica“ genannt) können Gäste hemmungslos schlemmen. Dabei empfiehlt sich auch eine Kostprobe des Vipavski pršut. Die mit Meersalz eingeriebenen, luftgetrockneten Schweineschinken sind hauchdünn geschnitten eine echte Spezialität.

Velika Planina – Hochalm mit Charme

Sie ist eine der letzten ihrer Art: Die Hochebene Velika Planina beheimatet eine der wenigen erhalten gebliebenen hochalpinen Hirtensiedlungen in Europa. Besucher treffen im Sommer noch heute auf Almhirten, die in Hütten leben und Rinder hüten. Zahlreiche Wanderwege durchziehen die Alm, die ganzjährig über eine Seilbahn erreichbar ist.

Es gibt einige kulturelle Veranstaltungen auf Velika Planina, wie etwa das Akkordeon-Festival im Juli. Richtig voll wird es aber nur am 15. August: Am Feiertag Maria Himmelfahrt sammeln sich zahlreiche Slowenen zu einer Prozession. Ihr Ziel ist ein Gottesdienst in der Maria-Schnee-Kapelle auf der Alm. Ansonsten finden Besucher hier Ruhe pur – und grandiose Ausblicke ins Tal.

Es gäbe noch zahlreiche Geheimtipps zu weiteren Highlights in Slowenien. Etwa das Quecksilberbergwerk in Idrija, die Höhle Križna Jama mit ihren unterirdischen Seen, das stillgelegte Bergwerk Podzemlje Peče, welches Besucher per Mountainbike oder Kajak erkunden können. Infos und Tipps dazu findet ihr in unserem Blog. Viel Spaß beim Lesen!