Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Urlaub
So genießt Du Dein Reiseland, ohne ihm zu schaden

Die Welt ächzt unter dem modernen Tourismus. Bettenburgen, Warteschlangen oder überfüllte Straßen sind Schleifspuren der globalen Reiseindustrie. Dabei gehen Sinn und Zweck eines Urlaubs verloren: Ruhe, Erholung, Zeit und Raum, um Neues zu entdecken. Wir zeigen euch, wie ihr euer Urlaubsland genießen könnt, ohne ihm zu schaden.

Vom Geheimtipp zum Hype

Wien, Paris oder gar der Mount Everest sind Opfer ihres eigenen Erfolgs. Overtourism heißt das Problem, bei dem Touristenmassen Altstadtgassen verstopfen, Tonnen an Müll hinterlassen und Anwohnern die Nerven rauben. Social-Media-Kanäle, Filme oder Serien befeuern den Trend.

Aus der Not heraus müssen manche Bereiche schlicht gesperrt werden, wie etwa die Maya Bucht auf der Insel Koh Phi Phi – berühmt geworden durch den Film „The Beach“. Venedig und andere stark frequentierte Orte informieren Besucher auf ihren Websites mittlerweile tagesaktuell über Wartezeiten vor Sehenswürdigkeiten. Durch interaktive Pushnotifications erhalten Gäste Empfehlungen, wann sie Attraktion am besten aufsuchen sollten.

Venedig: Opfer seines eigenen Erfolgs

Das Kreuz mit der Kreuzfahrt

Das berühmte Fernweh zieht Urlauber in alle Winkel der Welt. Kaum erreichbar ohne Flugzeug oder Schiff – mit viel CO2 im Gepäck. Ein Wochenendtrip nach Barcelona oder lange Touren mit dem Kreuzfahrtschiff liegen im Trend. Dabei lohnt sich für Urlauber ein Blick in die nahe Umgebung. Badebuchten, Natur pur und liebevolle Gastgeber findet man auch unweit der eigenen Landesgrenze: Strecken, die sich problemlos mit Zug, Bus oder Auto bereisen lassen.

Voll im Trend - mit Nebenwirkungen für die Umwelt: die Kreuzfahrt

Global trifft lokal

Wer es authentisch mag, sollte sein Reiseziel am besten in Kleinstgruppen mit lokalen Tourguides entdecken. So kommt jeder auf Tuchfühlung mit Land und Leuten. Urlauber können schon bei der Wahl ihres Reiseveranstalters darauf achten, ob dieser nur Ausflüge in großen Reisebussen anbietet oder mit lokalen Guides im kleinen Rahmen arbeitet. Auch hier kommt das Geld stärker der Bevölkerung vor Ort zugute, statt großen, internationalen Unternehmen.

Lokale Tourguides bieten oft die besseren Reiseerlebnisse

Besser Essen

Pizza und Pommes haben selbst in entfernten Urlaubsregionen einen festen Platz auf der Speisekarte. Viele wollen auch im Urlaub nicht auf bekannte Gerichte verzichten. Warum eigentlich? Jedes Gastland bietet eine Fülle traditioneller Speisen, die probiert werden wollen. Nicht nur eine Freude für den Gaumen, sondern auch für das Klima: Für Gerichte, die auf heimischen Produkten basieren, müssen die Zutaten nicht um die halbe Welt reisen. Gleichzeitig unterstützen Reisende lokale Lebensmittelproduzenten.

Unbedingt probieren: traditionelle Speisen im Urlaubsland

Lieber exklusiv statt „all inclusive“

Große Hotelketten und Bettenburgen bieten ihren Gästen gerne eine praktische „Rundumbetreuung“. Von dem Geld, das Reisende dafür zahlen, bleibt im Land jedoch wenig. Die Unterkünfte gehören zu internationalen Ketten und die Eigentümer sind meist ausländische Investoren, denen es wirtschaftlich gut geht. Die so geschaffenen Arbeitsplätze für Service-Personal und Zimmermädchen sind selten gut bezahlt. Wählen Urlauber hingegen ein familiengeführtes Appartement oder Zimmer in einem regionalen Boutique-Hotel, bleibt das Geld im Land.

Fein und gemütlich: Kleine Unterkünfte bieten oft mehr Ruhe und Erholung

Nachhaltigkeit im Urlaubsalltag

Umweltschutz macht im Urlaub keine Pause. Reisende sollten auch im Gastland Natur und Tierwelt schonen, wo immer es geht. Dass das Anfassen oder gar Einfangen wilder Tiere wie etwa Fische und Korallen Tabu ist, sollte sich weithin rumgesprochen haben. Jeder kann aber noch viel mehr tun: Schadet die verwendete Sonnencreme dem Wasser? Braucht es die angebotene Plastiktüte wirklich? Die Anschaffung wiederverwendbarer Wasserflaschen lohnt sich immer, und im Hotel benötigen Gäste vielleicht nicht jeden Tag ein neues Handtuch.

Urlaub und Müllverschmutzung gehen vielerorts Hand in Hand

Eintauchen in Kultur und Brauchtum

Nachhaltig reisen bedeutet nicht nur, lokale Unternehmen zu unterstützen oder die Umwelt zu schonen. Reisende sollten sich auch auf das Land einlassen, das sie besuchen. Können Urlauber „bitte“ und „danke“ in der Landessprache sagen, freuen sich die Gastgeber. Wer sich zudem vorab über kulturelle Hintergründe und Besonderheiten informiert, kann unschönen Fettnäpfchen aus dem Weg gehen.

Manchmal schräg, immer liebenswert: lokales Brauchtum

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