Soča Tal

DAS BLAUE WUNDER

Outdoor Fans aufgepasst: Hier bekommt ihr das All-Inclusive-Paket für Naturerlebnisse. Euch erwarten sattgrüne Wälder, kantige Berge und rauschende Flüsse. Dazwischen: authentische Küche vom Feinsten.

Das Paradies gibt es nicht? Weit gefehlt! Wir haben die Koordinaten für einen Urlaub im Garten Eden: Im Westen Sloweniens fließen zwar nicht Milch und Honig – dafür aber einer der schönsten Flüsse Europas, die Soča. Sie ist das Kronjuwel in dieser Schatzkammer der Natur.

Was könnt ihr hier erleben, essen, entdecken? Wir nennen euch alle wichtigen Details.

1. Wo liegt das Soča Tal?

Blau markiert das Gebiet des Soča Tals

Das Gebiet erstreckt sich links und rechts des Flusses Soča. Der Fluss entspringt in den Julischen Alpen. Er passiert die Grenze zu Italien und mündet dort in den Golf von Triest. In Italien wechselt die Soča ihren Namen. Dort heißt sie „Isonzo“. Der Begriff „Soča Tal“ umfasst demnach nur das slowenische Gebiet!

Die Soča ist von der Quelle bis zur Mündung insgesamt knapp 140 Kilometer lang. Die Flüsse Lepena und Koritnica führen in die Soča. Ihre Wassermenge vervielfacht sich dadurch. Die Strudel reiben tiefe Einkerbungen in den Fels. Man bezeichnet sie als Mala Korita Soče (kleinen Soča-Tröge) und Velika Korita Soče (große Soča-Tröge). Diese Tröge sind bis zu 15 Meter tief und bilden teils reißende Strömungen. An dieser Stelle sollte keinesfalls gebadet werden!

Mehrere holzbeplankte Hängebrücken queren den Fluss und verbinden zahlreiche schöne Wege. Nicht nur Radfahrer und Wanderer werden hier glücklich – auch Angler. Denn in dem glasklaren Wasser tummelt sich die seltene Marmorata-Forelle.

Die Region ist Teil des Triglav Nationalparks. Er wurde 1961 gegründet und 1981 auf eine Fläche von knapp 84.000 ha erweitert. Das Gebiet entzog sich lange Zeit einer professionellen touristischen Vermarktung. Große Hotelkomplexe und Skigebiete à la Zugspitze fehlen.

Der Grund früher: Geldmangel. Der Grund heute: ökologisches Bewusstsein.

2010 wurde ein neues Nationalparkgesetz erlassen. Es führt zu einem deutlich besseren Schutz vor menschlichen Eingriffen.

1.1 Beste Reisezeit

Dank „Lonely Planet“ & Co. ist das Soča Tal schon lange kein Geheimtipp mehr. Im Juli und August kann es hier richtig voll werden. Insbesondere Wohnmobile aber auch Motorradfahrer „schwemmen“ das Gebiet.

Wir empfehlen euch daher einen Besuch im Frühling und Herbst. Der Vorteil im Frühling: Ihr habt nicht nur mehr Ruhe, sondern auch mehr Wasser. Die Schneeschmelze füllt Flüsse und Wasserfälle. Ein Genuss für’s Auge und perfekte Bedingungen zum Raften und Kajak fahren.

Im Herbst sind die Temperaturen mild, in den Bergen liegt noch kein Schnee und die Wälder leuchten für euch in allen Farben. Perfekt zum Wandern und Radfahren!

2. Die Soča Quelle

Die Soča entspringt in den Bergen im Nordwesten Sloweniens. Ein Besuch der schaurig-schönen Wasserquelle lohnt sich! Ein unterirdischer See bricht sich hier seine Bahn und rinnt durch eine Felsspalte ins Freie.

Die Soča entspringt gut versteckt in den Julischen Alpen.

2.1 Die Geschichte vom bösen Wasserspeier

Freilich hat die slowenische Mythologie für diesen Fluss eine passende Entstehungsgeschichte parat. Und die geht so:

In dieser Region leben die Götter Triglav, Jalovec und Mangart. Ein Wassergeist von der üblen Sorte besuchte eines Tages das Tal und setzte alle Dörfer unter Wasser. Was tun? Die Götter beschlossen, ihn zu fesseln und im Felsmassiv einzusperren. Nur seinen Mund ließen sie so weit offen, dass er das Tal bewässern konnte. Sobald er seine Strafe abgebüßt hat, lassen ihn die Götter frei – und die Soča wird versiegen.

Blick in die Soča Quelle, Foto: David Štulc Zornik

2.2 Der Zugang zur Soča Quelle

Ihr wollt euch den Ursprung der Soča aus der Nähe ansehen? Gute Idee! Aber Achtung: Bergschuhe anziehen und Trittsicherheit mitbringen.

Egal ob ihr aus Richtung Bovec oder Kranjska Gora anreist: Die Serpentinen am Vršič Pass sind durchnummeriert. In jeder Kurve erwartet euch ein blaues Schild mit weißer Nummer.

Verlasst bei Serpentine 49 den Vršič-Pass. Eine gut ausgebaute, asphaltierte Straße führt euch zur Hütte „Koča pri izviru Soče“. Hier gibt es mehrere Parkplätze für Autos. (Im Sommer sind es schnell zu wenig.) Hinter der Hütte beginnt ein markierter Weg zur Soča Quelle. Der Spaziergang dauert nur etwa 15 Minuten. Die letzten Meter verdienen jedoch nicht mehr den Namen „Weg“ – es handelt sich vielmehr um einen mit Keilen und Stahlseilen gesicherten kleinen Klettersteig. Nichts für jüngere Kinder und Flip Flop Touristen.

In besonders heißen Sommermonaten kann der Wasserspiegel in dem Quellloch stark abfallen – so geschehen 1947. Der Wasserspiegel der Quelle sank um 30 Meter! Ein neugieriger Forscher begab sich auf Tauchgang in die Höhle und wurde nie wieder gesehen. Seitdem hat es keiner mehr gewagt, der Quelle auf den Grund zu gehen.

Foto: David Štulc Zornik
Foto: Boris Pretnar
  1. Tipp: Macht auf dem Rückweg einen Stopp in der frisch renovierten, kleinen Hütte Koča pri izviru Soče. Die Wirtsleute verwöhnen euch mit köstlichem slowenischen Štrukli, Krainer Wurst, Jota Suppe u.v.m.
  2. Tipp: Wenn ihr auf das Auto verzichten wollt: In den Sommermonaten steht euch ab Bovec ein Shuttle Bus zur Soča Quelle zur Verfügung. Den Fahrplan gibt es hier.

3. Sehenswürdigkeiten im Soča Tal

EDEN lautet der Titel, den die Europäische Kommission dem Soča Tal verlieh. Es steht für „European Destinations of Excellence“. Ausgezeichnet wurden damit die nachhaltigen Tourismusmodelle dieser Region.

Diese Auszeichnung will verdient sein. Hier findet ihr keine großen Hotelbunker, Aquaparks oder Schnitzel-mit-Pommes-Buden. Stattdessen: Gut ausgebaute Rad- und Wandernetze, authentische Küche mit lokalen Zutaten, kleine Dörfer und Städte mit viel privaten Unterkünften. Ob Familie mit Kind, Extremsportler oder Genusswanderer – alle finden hier ihren Platz.

Es gibt so viel zu sehen und zu entdecken, dass wir die Sehenswürdigkeiten in drei Kategorien einteilen: Natur, Sport und Kultur. Bringt Zeit mit – und eine gute Kamera: Ihr werdet viel schauen und staunen!

3.1 Natur

3.1.1 Wasserfall Slap Kozjak

Traumhaft schöner Wasserfall: Der Slap Kozjak, Foto: Tomo Jesenišnik


Aus dem Berg Krnčica (2142m) sprudelt eine Quelle. Ihr Wasser fließt durch mehrere Klammen und stürzt dann über sechs Wasserfälle in die Tiefe. Der größte von ihnen (Veliki Kozjak, 15 Meter hoch) ist der vielleicht spektakulärste Wasserfall im ganzen Land. Und das will etwas heißen, wo es in Slowenien von Wasserfällen ja nur so wimmelt.

Auch Mali Kozjak (8 Meter Höhe) ist zu besichtigen. Die anderen sechs lassen sich zu Fuß nicht erreichen.

Der Weg zum Wasserfall Slap Kozjak

Fährt man von Kobarid aus Richtung Drežnica passiert ihr die Napoleonbrücke. Nach links führt eine Straße zum Parkplatz „Parking Kozjak“. Er ist gebührenpflichtig. Von hier aus geht es auf bequemen Wanderwegen eine halbe Stunde zu Fuß zum Wasserfall.

Bis kurz vor Schluss ist dieser Weg auch mit Kinderwagen problemlos befahrbar. Am Ende geht es über kleine Brücken und Holzstege die letzten Meter zum Wasserfall. Zur Unterstützung sind 37 Meter Drahtseil als Handlauf befestigt. In den Sommermonaten kann es hier etwas voll werden. Dann wartet lieber kurz, bis ihr die schmalen Holzstege passiert.

Der Wasserfall ergießt sich in eine Karsthöhle. Auf einer Holzplattform könnt ihr diesen spektakulären Anblick genießen. Aber bitte nicht im Wasser baden: Der Wasserfall befindet sich in einem Naturschutzgebiet. Planschende Gäste würden das sensible Ökosystem stören.

Eintritt Slap Kozjak

5€ Erwachsene / 3 € Kinder (Stand 2022)

Übrigens: Unterwegs gibt es keine Einkehrmöglichkeit. Brotzeit und Getränke für große und kleine Wanderer bitte mitnehmen.

Die Wanderung zum Slap Kozjak eignet sich hervorragend für heiße Sommertage. Das dichte Blätterdach der Bäume und die Felsen spenden euch viel kühlen Schatten.

3.1.2 Slap Boka

Er gehört zu den größten in Europa und spuckt bis zu 100m3 Wasser pro Sekunde: Der Wasserfall Boka beeindruckt jeden Besucher.

Wassermassen am Slap Boka, Foto: Boris Pretnar

Das Wasser, das sich im Hochgebirge des Kanin-Gebirges sammelt, versickert im Fels, um dann plötzlich aus einer vertikalen Wand herauszusprudeln. Wo genau sich die unterirdischen Wasserspeicher herleiten, ist noch unbekannt. Mutige Höhlentaucher haben bislang „nur“ die ersten 800 Meter untersucht. 144 Meter stürzt das Wasser in die Tiefe. 18 Meter breit ist der Wasserstrahl.

Viel Wasser im Frühjahr, wenig im Sommer

Die Wassermenge des Slap Boka schwankt saisonal stark: Kommt ihr im Sommer oder Winter könntet ihr enttäuscht werden! Im Frühjahr schmilzt der Schnee, im Herbst fällt viel Regen. Dann zeigt sich der Wasserfall in seiner ganzen Pracht. 100m3 Wasser pro Sekunde stürzen auf einmal in den Abgrund. Das sind etwa 650 volle Badewannen

Im Sommer hingegen kann der Durchfluss auf 2m3 Wasser pro Sekunde sinken. Jetzt tröpfelt nur noch ein kleines Rinnsal. Kalt ist das Wasser das ganze Jahr hindurch. 4,5 ºC laden nicht zum Baden ein.

Geschichte zum Ursprung des Wasserfalls Boka

Kramen wir in der Mythologie-Kiste Sloweniens, finden wir ein Märchen zur Entstehung des Wasserfalls. Es erinnert ein wenig an Hänsel und Gretel – nur blutiger:

Ein Junge und ein Mädchen gingen in den Wald, um Pilze zu pflücken. Müde und hungrig klopften sie an eine kleine Hütte. Es öffnete – Überraschung – eine alte Frau, die ihnen Essen gab.

Doch so fürsorglich war die Dame gar nicht. Hinter dem Haus erwischte der Junge sie
beim Schleifen einer Axt, mit der sie die Kinder töten wollte. Der Grund: Es sollte Kinderbraten geben. Der Junge schnappte sich einen Stock, schlug die Alte nieder und töte sie mit ihrer eigenen Axt. Ihr Blut verwandelte sich in den Wasserfall Boka.

Der Weg zum Wasserfall Boka

Boka ist bereits von der Straße Bovec–Žaga aus gut sichtbar. Ein gut markierter Weg über Treppchen und Steinpfade führt zu einem Aussichtspunkt, den ihr bereits nach 15 Minuten erreicht.

Mit durchschnittlicher Kondition und Bequemschuh solltet ihr an dieser Stelle Fotos knipsen und wieder umdrehen.

Mit guter Kondition, Motivation, Trittsicherheit und Bergschuhen könnt ihr euch weiter hinauf wagen. 45 Minuten geht es steil (!) bergauf bis zu einem weiteren Aussichtspunkt über dem Wasserfall. Aber Achtung: Der Weg ist wirklich steil, nah am Abgrund und schmal. Nichts für Kinder und zarte Nerven!

Eintritt & Parken beim Wasserfall Boka

Es ist kein Eintritt fällig.

Parken könnt ihr beim Hotel Boka oder auf der anderen Seite der Brücke. Von dort sind es jeweils nur wenige Gehminuten bis zum Start Richtung Aussichtspunkt. In den Sommermonaten kann es hier voll werden. Daher besser früh anreisen. Oder ihr kommt gleich im Frühling oder Herbst, um den Wasserfall in seiner ganzen Schönheit zu erleben.

3.1.3 Tolmin Klamm


Glasklares Wasser, moosbedeckte Felsen, Brücken und Höhlen: Zwischen all den Naturschönheiten im Soča Tal ist die Tolmin Klamm ein ganz besonderes Juwel.

Die korrekte Bezeichnung ist eigentlich Tolminka- und Zadlaščica-Schlucht. Auf einem einfachen Rundweg könnt ihr die Schlucht in 1,5 bis 2 Stunden erkunden. Ein zwei Kilometer langer, gut gesicherter Weg führt euch an allen Highlights vorbei.

Foto: Coppo di Marco Coppo
Foto: Jošt Gantar

In der Schlucht erwarten euch 20 Grad warme Thermalquellen, die aus einem kleinen unterirdischen Becken strömen. Darüber spannt sich in 60 Metern Höhe die Teufelsbrücke (ein beliebter Name in Slowenien für enge, gefährliche Flussüberquerungen). Es folgen Highlights wie der Bärenkopf oder die Dantehöhle.

Tipp: Auf einigen Felsen wurden hübsche Holzbänke drapiert. Der perfekte Platz für eine Brotzeit.

Die Dantehöhle
Schaurig schön….
…und verschlossen: Die Dante Höhle, Fotos: Emma Faber

Ihr verlasst die Tolmin Klamm über ein Drehkreuz. Danach könnt ihr rechts die Straße hochgehen, um einen Blick in die Dante Höhle zu werfen. Der Zutritt zur Höhle ist nur mit einem Höhlenführer und spezieller Ausrüstung möglich. Ansonsten trefft ihr bloß auf ein verschlossenes Tor vor einem dunklen Loch.

Dahinter verstecken sich drei finstere Hallen mit Stalaktiten und Stalagmiten. Es ist nass, kalt, sehr dunkel aber auch schaurig-schön. Alpenvereine haben Treppen eingemeißelt und Gänge erweitert, sodass sie leichter zu besichtigen sind.

Angeblich hat die Höhle den italienischen Dichter Dante Alighieri zu seiner „Göttlichen Komödie“ (Divina Commedia) inspiriert (daher auch ihr Name). Er besuchte 1319 ganz in der Nähe den Patriarch Pagano del Torre in dem Schloss auf Kozlov Rob. Bei seinem Aufenthalt warf er wohl auch einen Blick in die insgesamt 1140 Meter lange und 41 Meter tiefe Grotte.

Wollt ihr das auch? Dann holt euch einen speziellen Guide. Über ihn erhaltet ihr auch die notwendige Ausrüstung. Achtung: Die Besichtigung der Höhle gilt als eher anspruchsvoll. Ihr solltet über gute Kondition und Trittsicherheit verfügen.

Höhlenführer Dante Höhle

jspd.tolmin@gmail.com
+386 41 71 95 54

Eintritt zur Tolmin Klamm

Der Zugang in die Klamm ist kostenpflichtig. Die Preise variieren je nach Saison.
Tickets lassen sich hier problemlos online erwerben.
Preis in der Hauptsaison (Juli/ August): 10 € für Erwachsene (Stand 2022)

Parken an der Tolmin Klamm

Es gibt zwei Parkplätze für die Tolmin Klamm:

  1. Der Parkplatz P1 befindet sich direkt am Eingang der Schlucht. Dieser Parkplatz ist recht klein und von Juli bis einschließlich September gebührenpflichtig: 7€ für 3 Stunden Parken! (Stand 2022)
  2. Der Parkplatz P2 ist groß und kostenlos. Auf einem breit angelegten Gehweg könnt ihr in 20 Minuten zum Eingang der Klamm spazieren. Darüber hinaus pendelt zwischen Parkplatz P2 und dem Eingang zur Klamm im Juli und August ein kostenloser Shuttlebus (durchgehend zwischen 10:00 und 16:00 Uhr, Stand 2022).
Führungen durch die Tolmin Klamm

Ihr könnt die Tolmin Klamm auf eigene Faust besichtigen oder an einer Führung teilnehmen. Für einzelne Besucher werden im Juli und August jeden Montag um 13.00 Uhr Führungen angeboten. Preis: 1€ pro Person (zuzüglich Eintritt, Stand 2022).

Gruppen sollten sich für eine Führung anmelden unter:
TIC Tolmin
Tel.: +386 5 380 04 80
E-Mail: info.tolmin@dolina-soce.si

3.1.4 Trenta Tal

Einst das Armenhaus Europas haben sich die Verhältnisse im Trenta Tal heute gravierend geändert: Trotz (oder wegen?) seiner geringen Einwohnerzahl ist das Tal ein beliebtes und gut ausgebautes Reiseziel.

Ganz offiziell beginnt das Trenta Tal an der Quelle der Soča. Es teilt sich von dort in fünf Täler: Zadnjica, Lepena, Spodnja Trenta, Zadnja Trenta und Zgornja Trenta.

Früher lebten hier etwa 1.200 Menschen. Heute sind es gerade noch 230 – verteilt auf die Orte Trenta, Lepena, Soča und ein paar kleine Weiler. Bis ins 18. Jahrhundert wurde in dieser Region Eisenerz abgebaut. Die Arbeiter kamen zum größten Teil aus Südtirol und dem Trentino. Daher kommt auch der Name Trenta Tal.

Blick auf das Trenta Tal, Foto: Aleš Zdešar

In dieser ruhigen Idylle könnt ihr den natürlichen Charme der Alpen genießen. Überall öffnet sich der Blick auf imposante Berge, geheimnisvolle Schluchten, malerische Dörfer. In den Gasthäusern schmoren, braten und brutzeln für euch deftige, authentische Gerichte.

Alpinum Juliana
Juliana – blühender Alpengarten, Foto: Boris Pretnar

Ganz in der Nähe des Trenta Tals befindet sich der Botanische Alpengarten Alpinum Juliana. Er wurde 1926 von einem wohlhabenden Händler gegründet. Auf einer Fläche von 2.572 m² zeigt er über 600 verschiedene Pflanzenarten. Der Garten ist von Anfang Mai bis 30. September täglich zwischen 8:30 bis 18:30 Uhr geöffnet.

Der Eintritt beträgt für Erwachsene 3 Euro (Stand 2022).

Dom Trenta – Besucherzentrum
Das Haus „Trenta“ informiert Besucher über das Tal, Foto: Boris Pretnar

Zum Trenta Tal und dem Nationalpark Triglav gibt es ein eigenes Besucherzentrum. Der Dom Trenta veranschaulicht Geschichte, Kultur und Traditionen der Bewohner. Auch die Unterwasserwelt der Soča und Besonderheiten des Triglav Nationalparks werden vermittelt.

Eintritt für Erwachsene: 6€ (Stand 2022)
Öffnungszeiten: Täglich zwischen 10 – 18 Uhr
Geschlossen zwischen dem 1. November – 26. Dezember

3.1.5 Kleine Soča-Tröge (Mala Korita Soče)

Geschliffener Fels und türkisblaues Wasser: Bei den Kleinen Soča-Trögen erwartet euch ein rauschendes Farbenspiel. Auf 100 Meter Länge hat die Soča hier kurz vor dem Zusammenfluss mit dem Bach Vrsnica bis zu 6 Meter tiefe Einkerbungen in den Fels getrieben. Das Wasser schlängelt sich durch eine enge Klamm, die im schmalsten Teil gerade einen Meter breit ist.

Foto: Aleš Zdešar
Zugang Mala Korita Soče

Auf der Straße zwischen Bovec und Vršič Pass befindet sich ungefähr auf halbem Weg eine steinerne Brücke. Sie führt zu einem Parkplatz. Hier könnt ihr euer Auto abstellen und den Blick auf die Kleinen Soča-Tröge genießen.

Achtung: An dieser Stelle keinesfalls Baden! Die Strömungen und Strudel sind tückisch. Auch Fischen, Kajak etc. ist hier nicht gestattet!

Koordinaten für Google Maps:
46.341527, 13.684122

Tipp: Gleich um die Ecke befindet sich ein Bauernhof mit Campingplatz. Hier gibt es zwischen Mai und September hervorragendes Essen. Die süßen Štrukli sind auch außerhalb des Nationalparks bekannt. Der Besitzer züchtet darüber hinaus preisgekrönte Ziegen und Schafe. Aus ihrer Milch entstehen würzige Käse, die ebenfalls direkt vor Ort erworben werden können.

Turistična kmetija Jelinčič
Soča 50
5232 Soča, Slowenien

3.1.6 Große Soča-Tröge (Velika Korita Soče)

Wild und spektakulär geht es weiter: Nur etwa 3 Kilometer entfernt von den Kleinen Soča-Trögen erwartet euch die große Version. Velika Korita Soče zählt zu den schönsten Highlights im ganzen Soča Tal.

Foto: Aleš Zdešar

Auf 750 Metern Länge formte das Wasser hier 15 Meter tiefe und nur wenige Meter breite Becken. Aalglatt geschliffen und stellenweise mit Moos überwachsen sind sie eine echte Augenweide. Nach Regenwetter fließt an den überhängenden Felskanten Wasser hinab Richtung Fluss. Scheint Sonne, zaubert sie ein flirrendes Farbenspiel auf die Tropfen.

Sobald der Fluss die enge Klamm verlässt, streckt er sich funkelnd über ein großes Kiesbecken. Bade- und Kajakbegeisterte ohne Kälteschmerz pilgern hierher zum Schwimmen.

Foto: Tomo Jeseničnik

Wichtig: Die Großen Soča-Tröge lassen sich nicht zur Gänze besichtigen. Ein schmaler Waldweg führt oberhalb der Felsen entlang dem Flusslauf. Ist es feucht, kalt oder eisig, könnt ihr auf dem Untergrund leicht ausrutschen. Meidet dann besser die exponierten Stellen – auch wenn das Wasser euch noch so sehr lockt.
Baden, Kajak, Fischen etc. ist in den Großen Soča-Trögen nicht gestattet.

Zugang Velika Korita Soče

Etwa 12 Kilometer von Bovec entfernt an der Straße Richtung Vršič Pass befinden sich ein paar Autostellplätze. Eine Hängebrücke führt über die Schlucht. Dahinter zweigt ein Waldweg nach links ab, über den ihr die Tröge besichtigen könnt.

Koordinaten für Google Maps:
46.340840, 13.651278

Das breite Kiesbecken unmittelbar nach den Großen Soča-Trögen ist etwa einen Kilometer von der oben genannten Hängebrücke entfernt. Hier zweigt eine steinerne Brücke Richtung Lepena-Tal ab. Hinter der Brücke könnt ihr euer Auto parken.

Koordinaten für Google Maps:
46.33617355186639, 13.6458417

Hinweis: Nach starken Regenfällen färbt sich die Soča rasch von türkisblau in schlammgrau. Der Wasserspiegel steigt rapide an. Die Strömungen sind noch heftiger. Auch das kann beeindruckend sein.

3.2 Sport

Berge, Wasser, Wälder: Im Soča Tal ist Sport in der Natur schier grenzenlos möglich. Wir geben euch Tipps und Infos zu den populärsten Sportarten.

3.2.1 Wandern

Foto: Domen Grögel

Das Soča Tal verfügt über ein hervorragend ausgebautes Wegenetz. Die Touren staffeln sich von leicht bis anspruchsvoll. Immer mit dabei: eine grandiose Naturkulisse und viel Abwechslung zwischen Flussbrücken, Bergen und Waldwegen. Oft kreuzen die Routen kleine Dörfer oder Hütten. Verpasst hier nicht die Chance auf herzhafte, authentische Küche. Eine kräftige Suppe, süße Štrukli, Brotzeit mit Tolmin Käse oder Krainer Wurst geben müden Beinen wieder Kraft.

Hütten
Foto: Hannes Becker

In ganz Slowenien verstreut gibt es ein sehr gutes Angebot an Pensionen, Berghütten und Biwaks. Im Tal und Mittelgebirge sind viele das ganze Jahr über geöffnet. Im Hochgebirge zumeist nur von Juni bis September. Wichtig: Reserviert euch vorab einen Platz. An einigen beliebten Stellen kann es besonders im Juli und August recht voll werden.

Ob die Hütten geöffnet sind, könnt ihr hier prüfen: https://en.pzs.si/koce.php

Fragen beantwortet der Slowenische Alpenverband.
Gospodarska komisija PZS
E-Mail: gospodarska.komisija@pzs.si
Tel.: +386 1 4345683

Ihr könnt einen Platz auf der Hütte am Tag der Ankunft bis 17.00 Uhr reservieren. Aber: je eher ihr anruft, umso besser. Nehmt am besten eigene Bettwäsche mit. Es gibt Zimmer mit Betten für 2 bis 12 Personen.
Die Slowenische Tourismuszentrale hat eine Übersicht zu den bekanntesten Hütten zusammengestellt: https://www.slovenia.info/de/geschichten/berghutten-ihre-unterkunfte-entlang-der-wanderwege

Wanderung im Soča Tal

Von uns für euch: Die Rundum-Glücklich-Wanderung durch das Soča Tal. Genieße diese Tour mit privatem Guide abseits touristischer Trampelpfade. Mit dabei: Phänomenale Blicke auf die Berge, tiefe Wälder, klare Flüsse, Abenteuer mit der Handseilbahn, sowie Picknick & Käseverkostung. Auf geht’s!

Spezielle Unterkünfte

Im Wander- und Bergsteigerland Slowenien gibt es Unterkünfte, die sich den speziellen Bedürfnissen der Trekkingtouristen widmen. Sie sind in fünf unterschiedliche Kategorien eingeteilt. Als Symbol dient das Bild eines Wanderers.

Fünf Wanderer kennzeichnen die beste Kategorie. Diese Unterkünfte verfügen über eigenes Personal, das Wanderer betreut. Darunter auch lizensierte Bergwanderführer. Darüber hinaus gibt es Sauna- und Massageangebote, organisierte Touren, den Verleih von GPS-Trackern u.v.m.

Ob solche Unterkünfte auf eurer Route liegen (und welcher Kategorie sie entsprechen) könnt ihr hier prüfen.

Neben einer breiten Palette kurzer und langer (Rund-)Wanderwege, stechen drei „Stars“ in der Wanderszene besonders hervor:

Fernwanderweg Alpe-Adria-Trail
Ab über die Berge am Alpe-Adria-Trail, Foto: Mojcar Odar

Auf 750 Kilometern und 43 Tagesetappen verbindet dieser spektakuläre Fernwanderweg Österreich mit Italien und Slowenien. Los geht es am Großglockner, dem höchsten Berg in Österreich. Die Route führt entlang der Kärntner Berg‐ und Seegebiete über die Alpen nach Slowenien und endet schließlich in Muggia an der Adria.

Wenn ihr spezielle Informationen zu den Abschnitten in Slowenien benötigt, wendet euch am besten an das Alpe Adria Booking Center in Bovec.

Alpe Adria Booking Center Slovenia
Turizem Dolina Soče
Rupa 17, Bovec
E-Mail: booking@alpe-adria-trail.si
Tel.: +386 (0)5 3029 643

Fernwanderweg Juliana Trail
Foto: Mitja Sodja

Auf einer Länge von 330 Kilometern und in 20 Tagesetappen verbindet dieser Fernwanderweg die Highlights zwischen Triglav Nationalpark und Soča Tal. In respektvollem Abstand zu den Bergen können Wanderer jeden einzelnen Abschnitte meist in 4-5 Stunden meistern. Die einzelnen Etappen starten und enden in Ortschaften mit Verkehrsanbindung. Besonders müde Füße können also auch mal „schummeln“ und mit dem Bus oder Zug weiterreisen.

Über einen Abstecher führt der Rundweg in die Region Goriška Brda. Hier lockt der Blick auf Weinberge und üppige kulinarische Highlights. Aus dieser Ecke stammen die besten Weine Sloweniens und einige ganz besondere Spezialitäten, wie der Karst Schinken.

Weitere Informationen zu dem Weg sowie einen gedruckten Reiseführer für diesen Trail erhaltet ihr hier:

Turizem Dolina Soče
Rupa 17, Bovec
E-Mail: booking@juliana-trail.si
Tel.: +386 (0)5 30 29 642 sowie +386 (0)5 30 29 643

Der Soča Weg (Soška Pot)

Der Weg beginnt auf der Zufahrtsstraße zur Soča Quelle und ist gut markiert mit der Aufschrift „Soška Pot“. Die etwa 20 Kilometer lange Strecke führt von dort entlang der Soča bis nach Bovec. Unterwegs lohnen Abstecher zur Mlinarica Klamm oder dem Alpinum Juliana. Auf der Strecke kreuzt ihr den Fluss mehrfach über Holzbrücken. Er führt entlang kleiner Weiler und Schluchten, Campingplätze und Gasthäuser. Für reichlich Abwechslung ist gesorgt – immer mit Blick auf das türkisblaue Wasser.

Weitere Informationen findet ihr hier.

Wanderkarten

Neben dem Juliana- und dem Alpe-Adria-Trail gibt es eine Fülle weiterer (Rund-)Wanderwege. Etwa zum Šunik Wasserfall beim Bach Lepenjica oder Themenwege rund um Lom oder Livek. Beschauliche Dörfer, Kulturdenkmäler und urige Gasthäuser sind immer wieder Highlights. Kartenmaterial wird euch gerne von den lokalen Tourismusbüros zur Verfügung gestellt – auf Wunsch auch vorab per Post. Wendet euch einfach per E-Mail an die Ansprechpartner. Die Kontaktdaten zu den Tourismusbüros findet ihr weiter unten.

3.2.2 Mountainbike

Zwischen Wäldern und Flüssen erstrecken sich zahlreiche, oft etwas anspruchsvollere Radstrecken. Genussradler werden in den Tälern und Plateaus des Soča Tals glücklich.

Foto: Tomo Jesenišnik

Wichtig zu wissen:

  1. Viele Radwege sind auf Karten und in Führern verzeichnet – aber im Gelände noch nicht markiert! Eine gute Orientierung und ein regelmäßiger Kontrollblick auf Karten sind hilfreich.
  2. Vermeidet besser Routen entlang größerer Landstraßen und Pässe (wie etwa den Vršič). Diese sind (gerade im Sommer) stark von Autos, Motorrädern und Wohnmobilen frequentiert.
  3. Wollte ihr nicht umständlich mit dem eigenen Rad anreisen, stellen euch diverse Sportagenturen vor Ort gute Räder zur Verfügung
Unterkünfte

Im Fahrrad-begeisterten Slowenien gibt es Unterkünfte, die sich den speziellen Bedürfnissen von Radtouristen widmen. Hier erwarten euch nicht nur sichere Aufbewahrungsräume für Räder, sondern auch ein Reparatur- und Reinigungsservice, Transport, Tourberatung, Ausleihmöglichkeiten u.v.m.

Diese Unterkünfte sind ähnlich wie Hotels kategorisiert. Als Symbol dient statt einem Stern ein Fahrrad.

Fünf Räder kennzeichnen die beste Kategorie. In diesen Pensionen gibt es nicht nur eigenes Personal für Radfahrer, sondern sogar spezielle Massageangebote und Sportler Menüs.

Ob solche Unterkünfte auf eurer Route liegen (und welcher Kategorie sie entsprechen) könnt ihr hier prüfen.

Die Gourmet Route: Bike Slovenia Green

Slowenien wird durchkreuzt von zahlreichen Radrundwegen und anspruchsvolleren Touren. Dazu zählen etwa die Pohorje Fahrradtransversale, Trans Karawanken oder Juliana Bike. Etwas ganz besonderes darunter ist die Gourmet Tour „Bike Slovenia Green“.

Die Strecke verbindet ausschließlich jene Ziele, die das Zertifikat für Nachhaltigkeit tragen: Slovenia Green. Hier fühlt man sich einem schonenden, grünen Tourismus besonders verpflichtet. Die Route startet in den Julischen Alpen und führt durch das Soča Tal hinunter bis nach Goriška Brda. Es geht weiter zur Küste und von dort über Ljubljana bis nach Kočevje in Südslowenien.

Länge: 479 Kilometer
Schwierigkeit: Mittel Anspruchsvoll
Weitere Informationen: https://www.slovenia-green.si/members/bike-slovenia-green-alps-to-adriatic/

Fahrradparks

Für den besonderen Adrenalin Kick bietet Slowenien eigens angelegte Fahrradparks. Einer davon findet sich auch im Soča Tal: In Robidišče, dem westlichsten Dorf Sloweniens, erwarten euch etwa 2 Kilometer lange Trails – jeder einzelne davon ist von Hand angelegt und führt durch sattgrüne Wälder.

Foto: Jošt Gantar

Es gibt leichte, familientaugliche Abschnitte und solche für fortgeschrittene Fahrer. Schutzkleidung und Räder könne vor Ort aus ausgeliehen werden.

Alle Infos findet ihr hier: https://www.robidiscetrailcenter.si/
Eine Übersicht zu weiteren Bikeparks gibt es hier: https://slovenia-outdoor.com/de/experiences/radfahren/bikeparks/

3.2.3 Kajak/ Rafting

Die Flüsse Soča und Koritnica sind vom 15.3. bis 31.10. täglich von 9. bis 18.00 Uhr befahrbar. Es gibt gesonderte „Einstiegsstellen“ für Kajaks und Schlauchboote. Die Tourismusbüros verteilen entsprechende Karten zur leichteren Orientierung.

Die Nutzung der Soča für Wassersport ist kostenpflichtig. Für Kajak gibt es Tages-, Wochen- und Saisonkarten. Für Rafting Tages- und Saisonkarten. Sie können online erworben werden: https://dovolilnice.dolina-soce.si/ Es gibt sie aber auch bei Sportagenturen oder in lokalen Tourismusbüros.

Darüber hinaus wird folgende Ausrüstung empfohlen:

  • Schutzhelm
  • Rettungsweste
  • Neoprenanzug & Neoprenschuhe
  • Anorak
  • ein mind. 15 Meter langes Rettungsseil
  • Messer
  • Erste-Hilfe-Ausrüstung

Stets gilt: Habt Respekt vor dem Fluss! Auf der Soča gibt es zahlreiche Wildwasserabschnitte, die auch für geübte Kajakfahrer und Rafter zum Problem werden können. Grund sind die zahlreichen Unterspülungen und Felsen. Nicht umsonst heißen einige Abschnitte „Friedhof“ oder „Frauenschlucker“.

Informationen über die Lage auf dem Fluss und ob er überhaupt befahrbar ist, findet ihr hier:
https://www.soca-plovba.si/deutsch/

Immer mit Vorsicht genießen: Kajak auf der Soča, Foto: Nea Culpa d.o.o.

Auf dem Fluss seid ihr nicht immer allein. Die Soča ist eine der beliebtesten Kajak-Destinationen in Europa. Die Schwierigkeitsgrade reichen von I bis V. Doch auch die Gewässer links und rechts der Soča sind für diesen Sport geeignet:

  • Soča (Schwierigkeitsgrade I-V)
  • Koritnica (nur für erfahrene Kajakfahrer)
  • See bei Most na Soči (Anfänger)
  • Rabeljsko jezero (Anfänger)

Seid ihr Anfänger oder ganz neu in der Region, holt euch am besten Unterstützung von einer der zahlreichen lokalen Sportagenturen. Sie kümmern sich um die Ausrüstung und zeigen euch die besten Routen.

Anbieter für Kajak findet ihr hier.

Die beliebteste Raftingroute auf der Soča verläuft von der Brücke bei Log Čezsoški in der Nähe des Wasserfalls Boka nach Trnovo ob Soči. Die Strecke ist insgesamt 10 Kilometer lang startet mit leichten Stromschnellen, die sich bis zu einem anspruchsvolleren Teil am Ende steigern.

Foto: Iztok Medja

Generell dauert das Rafting auf der Soča etwa 2 bis 3 Stunden. Außer einer guten Grundkondition und sicherem Schwimmen sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Auch hier kümmern sich lokale Sportagenturen um die Organisation und Durchführung.

Anbieter für Rafting findet ihr hier.

3.2.4 Canyoning

Fluss und Felsen formen an vielen Stellen im Soča Tal eine Art natürlichen Wasserpark. Adrenalinfans können in Begleitung spezieller Guides auf Wasserfällen entlang rutschen, über Flussbecken klettern und Sprünge in tiefe Wasserbecken wagen.

Foto: Tomo Jesiničnik
Foto: Žiga Kalan

Möglich ist das auf folgenden Gewässern:

  • Fratarica – Etwa 11 Kilometer von Bovec entfernt liegt der Einstieg zu dieser Tour. Teilnehmer seilen sich hier an bis zu 10 Meter hohen Wasserfällen ab.
  • Globoški potok – Es gilt als die härteste Canyoning Tour im Soča Tal. Nur erfahrene Fans dieser Sportart sollten an dem etwa 6-stündigen Ausflug teilnehmen.
  • Predelica – Am Predilpass findet sich der Einstieg in diese Tour. Auch hier warten Abseilpartien entlang 10 Meter hoher Wasserfälle auf die Teilnehmer.
  • Pršjak – Die 2-3 stündige Tour gilt als recht einfach und ist auch für ältere Kinder geeignet. In einer besonders schönen, grünen Umgebung rutschen und planschen Gäste in Wasserfällen und Felströgen.
  • Sušec – Der Einstieg befindet sich etwa 10 Kilometer von Bovec entfernt. Die Tour dauert insgesamt 2 bis 3 Stunden.

Anbieter für Canyoning findet ihr hier.

3.2.5 Zip Line: Gurt festhalten

Foto: Iztok Medja

Zzzzzip…. geht es ab durch das Soča Tal aus Vogelperspektive. Ausgerüstet mit Seil und Gurt erwarten euch grandiose Panoramaausblicke. Generell gilt: Zieht euch feste Schuhe an, am besten Bergschuhe. Und bucht die Tour mindestens einen Tag im Voraus. Der Rest ist sehr unkomliziert: Ankommen, Ausrüstung anziehen, im Auto zum Startpunkt fahren lassen, los zipen…

Ihr könnt aus zwei große Zipline-Parks wählen – einer davon gilt sogar als der Größte Europas.

Zipline Park Aktivni Planet

https://aktivniplanet.si/en/zipline-bovec/

Hier erwartet euch eine drei Kilometer lange Abfahrt. Fünf Stahlseile erstrecken sich auf einer Länge zwischen 500 bis 700 Metern. Sie spannen sich über das Tal Krnica im Kanin-Gebirge. Zweihundert Meter über dem Boden genießt ihr einen phantastischen Ausblick auf den gesamten Bovec-Talkessel und majestätische Berge.

Anbieter: Soča Rafting d.o.o.

https://www.socarafting.si/en/activities/zipline/

Über der Schlucht Učja befindet sich der größte Zipline-Park Europas. Die Abfahrt ist insgesamt 4,5 Kilometer lang. Auf zehn Stahlseile mit 250 bis 600 Metern Länge schlittert ihr über den Učja Fluss mit grandiosem rundum Blick auf Täler und Berge. Diese Schlucht ist Teil des Schutzgebiets NATURA 2000. Die darin lebenden Tiere und Pflanzen unterliegen einem besonderen Schutz durch die EU.

3.2.6 Sportklettern

Um Bovec, Kobarid und Tolmin finden sich zahlreiche Kletterwände. Die Routen sind mit Haken gesichert und bewegen sich meist in der mittleren Schwierigkeitsstufe. 8a ist die derzeit schwierigste Route. In der Sportkletterszene wird jedoch geunkt, auf die Einstufungen im Soča Tal könne man ruhig eine Nummer aufschlagen. So ist die 8a vielleicht doch eher eine 9a.

Foto: Anže Cokl

3.3 Kultur

3.3.1 Kobarid Museum

Kaum vorstellbar: Das beschauliche Soča Tal war im Ersten Weltkrieg Schauplatz der größten Bergschlacht in der Geschichte der Menschheit. Das Museum in Kobarid schildert eindrücklich den Konflikt mit klug aufbereiteten Exponaten.

Kobarider Museum
Gregorčičeva ulica 10
5222 Kobarid

E-Mail: info@kobariski-muzej.si
Tel.: +386 5 389 00 00

Das Museum zum 1. Weltkrieg in Kobarid, Foto: Boris Pretnar
Die Schlacht an der Isonzo Front

Isonzo ist heute ein Synonym für die Grauen des Krieges. Aber wer hat hier eigentlich gegen wen gekämpft? Da kann man leicht den Überblick verlieren. Ein kurzer Überblick:

Italien war zu Beginn des Ersten Weltkriegs im Bund mit Österreich-Ungern und dem Deutschen Reich. 1915 wechselte es jedoch die Seiten und griff die österreichisch-ungarischen Truppen an. Die Front verlief zunächst vom Stilfser Joch bis zum Gardasee, wechselte dann jedoch an die Soča (ital. Isonzo) und in das dortige Hochgebirge.

In mehreren Insonzo Schlachten versuchten beide Parteien erfolglos Gebiete für sich zu gewinnen. Die Folge: hunderttausende Tote.

Notiz am Rande: Der Schriftsteller Ernest Hemingway kämpfte auf italienischer Seite und war als Sanitäter entlang der Isonzo Front im Einsatz. Seine Erlebnisse verarbeitete er in dem Roman A Farewell to Arms.

Mit dem Einsatz von Giftgas und der Hilfe deutscher Truppen gelang der österreichischen Armee 1917 schließlich der Durchbruch an der Front bei Bovec. Diese zwölfte und letzte Isonzo Schlacht ging auch als „das Wunder von Karfreit“ (= Kobarid) in die Geschichte ein.

Touren des Museums in Kobarid

Heute ist Gras über Bunker und Schützengräben gewachsen. Aber sie lassen sich an einigen Stellen noch immer gut erkennen. Auf speziellen Führungen könnt ihr Beobachtungsposten, Artilleriestellungen und Schützengräben in Begleitung von besonders geschulten Guides besichtigen.

Die Touren dauern zwischen 1 bis 8 Stunden und sind unterschiedlich schwer. Sie führen über grüne Hügel bis hinauf ins Hochgebirge. Ein sehr intensives Erlebnis. Mehr Informationen gibt es hier.

Darüber hinaus wurde ein eigener Weg des Friedens angelegt, der sogar zum UNESCO Welterbe zählt. Er ist 230 Kilometer lang, startet am Bergwerk Štoln in Log pod Mangartom und endet in Mengore. Er verläuft sowohl auf slowenischem als auch auf italienischem Gebiet.

Der Weg bietet nicht nur einen wunderschönen Blick auf das Soča Tal, sondern verbindet auch sechs Freilichtmuseen miteinander, die sich der Isonzofront widmen: Ravelnik und Čelo bei Bovec, Zaprikraj bei Kobarid, Kolovrat, Mrzli vrh und Mengore bei Tolmin.

Der Weg des Friedens ist markiert und zu Fuß zu besuchen. In einigen Abschnitten könnt ihr auch mit dem Fahrrad fahren. Detaillierte Informationen, Karten und Guides findet ihr hier:

The Walk of Peace Visitor Centre Kobarid
Gregorčičeva ulica 8
5222 Kobarid
E-Mail: info@thewalkofpeace.com

Der Weg des Friedens führt entlang einstiger Schützengräben, Foto: Jošt Gantar

3.3.2 Napoleonbrücke

Oben: eine elegante Brücke. Unten: die funkelnde Soča. Ringsherum: schroffe Felsen. Bei Kobarid findet ihr eines der bekanntesten Fotomotive im Soča Tal, die Napoleonbrücke.

Leider gibt es direkt an der Brücke keine Parkmöglichkeiten. Wenn ihr halten und den Ausblick genießen wollt, stellt euer Auto am besten am Parkplatz für den Slap Kozjak ab (gebührenpflichtig!). Von dort sind es nur 2 Minuten zu Fuß zurück zur Brücke.

Achtet bei der Fotosession aber immer auf Autos, die recht schnell hinter euch die Brücke queren!

Foto: Jošt Gantar

Die tragische Geschichte der Napoleonbrücke

Schon früh wurden an dieser Engstelle der Soča Schlucht Brücken errichtet. Belegt ist, dass die Venezianer hier 1616 eine alte Holzbrücke abrissen. 1750 wurde eine steinerne Brücke errichtet. Französische Truppen hielten sich zu dem Zeitpunkt in der Gegend auf (haben die Brücke aber nicht erbaut!). So erhielt die Brücke ihren Namen.

Die Steinbrücke wurde im Ersten Weltkrieg von der österreichischen Armee gesprengt. So verhinderten sie eine Verfolgung durch die italienische Armee. Diese baute an der gleichen Stelle zunächst eine Holzbrücke.

Als die zu befördernden Geschütze jedoch immer schwerer wurden, ersetzten die Italiener sie durch eine Eisenkonstruktion. Um nunmehr den Vormarsch der österreichischen Armee aufzuhalten, wurde die Eisenbrücke von den Italienern gesprengt.

1918 verlief die Frontlinie nicht mehr direkt bei Kobarid. Deshalb entschied man sich erneut für den Bau einer Holzbrücke. Nach Kriegsende wurde diese durch die heutige Betonbrücke ersetzt.

3.3.3 Die Kirche Javorca

Foto: Aleš Zdešar
Foto: Jošt Gantar

PAX (Frieden) steht über dem Eingang dieser bezaubernd schönen Jugendstil Kirche. Wie ein erhobener Zeigefinger steht sie mitten im Tal. Sie gedenkt den Opfern der Isonzo Front und ist Mahnmal für den Frieden. Das Haus ist derart schön, dass es seit 2007 das Siegel des Europäischen Kulturerbes tragen darf.

Ein österreichischer und ein ungarischer Leutnant planten und errichteten das Gebäude. Es wurde am 1. November 1916 geweiht und hundert Jahre später (2016) gründlich renoviert.

Außen erhebt sich ein Glockenturm mit Sonnenuhr, das Wappen der Habsburger Monarchie sowie die 18 Wappen der zur Monarchie gehörenden Kronländer. Ein Wappen für Triest und Pula ist auch dabei. Rundherum: ein umwerfendes Bergpanorama.

Die Kirche ist im Jugendstil errichtet. Das ist besonders gut an der Innengestaltung erkennbar. Blau, weiß und Holztöne dominieren den Innenraum. An den Wänden sind rundherum Holztafeln angebracht, in die die Namen von 2808 österreichisch-ungarischen Soldaten eingebrannt wurden. Eine ganz besondere schöne und melancholische Atmosphäre.

Anfahrt

Könnt ihr die Kirche mit dem Auto erreichen? Das hängt von der Jahreszeit und eurer Nervenstärke ab.
Hinter dem Dorf Zatolmin führt eine 7 Kilometer lange schmale Schotterstraße Richtung Kirche. Es handelt sich um einen alten Versorgungsweg aus dem Ersten Weltkrieg. Das heißt: Die Straße ist wirklich sehr schmal und nur dürftig gesichert.

Zwar gibt es regelmäßig ausweichbuchten für Gegenverkehr. Aber als Fahrer sollte man sehr geübt, stressresistent und schwindelfrei sein. Trifft das zu, habt ihr es nach 20 Autominuten geschafft. Es gibt einen kleinen Parkplatz unterhalb der Kirche. Jetzt folgt noch einmal ein etwa 20 minütiger Spaziergang bis zum Eingang.

Im Sommer ist die Straße jedoch komplett gesperrt. Wer nicht zu Fuß gehen will, kann einen Shuttlebus ab Tolmin nutzen. Tickets gibt es hier.

Eintritt Javorca Kirche

4 € Erwachsene / 2 € Kinder (Stand 2022)

3.3.4 Tolmin

Die Alpenstadt des Jahres 2016 ist der größte Ort im Soča-Tal. Hier fließen Soča und Tolminka zusammen. Aufgrund seiner Lage war Tolmin seit jeher kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der Region.

Auf einem 426 Meter hohen Hügel im Nordwesten der Stadt, dem Kozlov rob, könnt ihr die Überreste einer alten Burg besichtigen. Erbaut wurde sie von Bischöfen, den so genannte „Patriarchen von Aquileia“. Als sie zu hohe Steuern eintrieben, entzündete sich daran 1713 der „Tolmeiner Bauernaufstand“. Das Stadtwappen mit einer brennenden Burg erinnert noch heute daran.

Mehr zur Geschichte der Stadt erfahrt ihr im Museum von Tolmin. Es verbindet archäologische, ethnographische und kunsthistorische Sammlungen. Zu sehen sind zum Beispiel Funde aus der Steinzeit, Exponate zum Bauernaufstand und zur Wohnkultur der Region.

Tolminer Museum
Mestni trg 4
5220 Tolmin
E-Mail: muzej@tol-muzej.si

Um Tolmin herum erwarten euch zahlreiche Naturspektakel, darunter die berühmte Tolmin Klamm. Außerdem weiß man in Tolmin zu feiern! Die Stadt ist bekannt für ganz besondere Musikfestivals. Dazu zählen die Metaldays, Overjam International Reggae und das Sajeta Festival, das seit 1998 Fans avantgardistisch orientierter Musik glücklich macht.

Tolmin: Stadt der Musikfestivals, Foto: Jošt Gantar

Nicht nur der Geist, auch der Magen braucht Nahrung. Da empfehlen wir euch die Tolminka Frika. Geschmolzener Käse (genannt Frico) verbindet sich hier mit Kartoffeln und Ei. Jede Familie hat ihr spezielles Rezept. Probiert euch einfach durch.

3.3.5 Bovec

Bovec, Foto: Boris Pretnar

Diese Stadt wurde erstmals 1174 von den Patriarchen von Aquileia urkundlich erwähnt. Hinter Bovec liegt eine bewegte Geschichte geprägt von Zerstörung und Fremdherrschaft. Die Stadt wurde im Lauf der Jahrhunderte von Venezianer, Habsburger, Franzosen, Italiener und Deutschen regiert. Im Ersten Weltkrieg mussten die Bürger die Stadt verlassen. Bovec wurde vollständig zerstört.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs stand Bovec bis 1947 unter der Verwaltung der amerikanischen Streitkräften. Seit 1991 gehört es zum unabhängigen Slowenien.

In der Stadt selbst gibt es keine speziellen Sehenswürdigkeiten. Dafür könnt ihr die Highlights der umliegenden Natur bestaunen. Der wasserreichste Wasserfall Sloweniens, Boka, stürzt hier 144 Meter in die Tiefe. In der Nähe findet sich der See Krnsko jezero – Sloweniens größter Hochgebirgssee.

Unbedingt probieren: den Bovec Käse. Er wird aus der Milch der autochthonen Bovec-Schafe hergestellt.

4. Veranstaltungen

4.1 Soča Outdoor Festival

Jedes Jahr im Juli heißt es: Laufschuhe an und los geht’s! Das Soča Outdoor Festival ist ein Garant für Sportspaß im Gelände. Der Fokus liegt auf Trailrunning. Ihr könnt wählen zwischen einer Streckenlänge von 10 km, 15 km, 25 km oder 45 km.

Foto: Arhiv Soča Outdoor Festival

Es geht durch (!) Flüsse, Wälder, Höhlen, Schluchten – immer mit Blickkontakt auf spektakuläre Berge.
Auf dem Programm stehen aber auch Sportarten wie Mountainbiking, Kajak oder Gleitschirmspringen.

Registrieren könnt ihr euch auf der Website der Veranstalter: https://soca-outdoor.com/en/home/
Hinweis: Manchmal führt der Streckenverlauf auch entlang zahlungspflichtiger Passagen, wie etwa der Tolminklamm. Informiert euch am besten vorab beim Veranstalter detailliert über die gewünschte Route.

Der Veranstalter hat spezifische Vorgaben zur Ausrüstung – je nachdem welche Strecke ihr wählt. Dabei sein muss z.B. eine Trillerpfeife oder ein eigener Becher für Getränke (Müllvermeidung). Details findet ihr auf der Website.

Ein buntes Rahmenprogramm wie Konzerte in Tolmin und Events für Kinder machen das Festival auch für Zuschauer interessant.

4.2 Soča-Tal-Wanderfestival

Foto: Boris Pretnar

Jährlich feiern Slowenen und Gäste von Ende September bis Anfang Oktober das Soča-Tal-Wanderfestival. Quer über das Tal verteilt finden geführte Touren, Vorträge und diverse Veranstaltungen statt. Bei den Touren gibt es alle Schwierigkeitsstufen – von „sehr leicht“ bis „anspruchsvoll“. So haben auch Familien mit Kindern ihren Spaß.

Dabei geht es nicht nur auf Berggipfel. Die Guides führen euch auch in Freilichtmuseen, über Almen, durch Schluchten oder hinein in nass-kalte Höhlen.

Wann welche Führungen stattfinden, erfahrt ihr direkt auf der Website der Veranstalter:
https://www.soca-valley.com/de/abenteuersuche/aktivitaten/wandern/2021083109575140/wanderfestival-soca-tal/

4.3 Brückenspringen in Kanal ob Soči

Foto: Damijan Simčič
Foto: Damijan Simčič

Man nehme: Eiskaltes Wasser aus der Soča, eine 17 Meter hohe Brücke und furchtlose SpringerInnen. Heraus kommt ein Event voller Adrenalin, Spannung …. und dem beruhigenden Gefühl von festem Boden unter den Füßen.

Die hohe Steinbrücke in Kanal ist das Wahrzeichen der Region. Schon seit 1580 kann man an dieser Stelle den Fluss über eine Brücke queren. Zunächst aus Holz errichtet steht sie seit 1816 an dieser Stelle in Stein gemeißelt. Sogar den 2. Weltkrieg hat sie schadenfrei überstanden.

Das Brückenspringen findet hier seit 1989 jedes Jahr im August statt. Wann genau, erfahrt ihr auf der Website des lokalen Tourismusbüros: https://www.tic-kanal.si/eng/traditional-events/2015102610463218/bridge_jumps

4.4 Authentische Küche – Gastronomische Festivals

Auch die Freude an kulinarischen Highlights lässt man sich hier nicht vom Brot nehmen. Vom Hochsommer bis in den Herbst hinein erwarten euch kleine Events mit viel lokaler Küche, herzlichen Gastgebern und fernab touristischer Massen.

Kartoffelnacht (Čomparska noč)

Bodenständiger, authentischer Genuss erwartet euch Mitte August in Bovec. In der Kartoffelnacht brutzeln Kartoffelpuffer mit Käse und Speck, Kartoffelpizza, Kartoffelkrapfen u.v.m. in den Töpfen und Pfannen. Regionale Spezialitäten wie der bekannte Bovec Käse aus Schafsmilch dürfen dabei nicht fehlen.

Rundherum: ein buntes Rahmenprogramm mit Tanz-, Theater- und Musikaufführungen lokaler Künstler. Ein Fest für Augen, Ohren und Gaumen.

Auf der Website lokaler Tourismusbüros wird der exakte Veranstaltungstermin angegeben:
https://www.soca-valley.com/de/soca-tal/veranstaltungen/2019020509410740/comparska-noc-kartoffelnacht/

Frika Fest in Tolmin

Die Veranstaltung findet Anfang Oktober statt. Käseliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten, denn im Zentrum steht eine Kartoffel-Käse-Spezialität: Frika.

Das Gericht hat seinen Ursprung im Tal rund um den Fluss Nadiža. Hier wird geschmolzener Käse als „Frico“ bezeichnet. Diese nahrhafte und recht fettige Speise war derart populär unter hart arbeitenden Bauern und Waldarbeitern, dass sie sich bis nach Kärnten in Österreich verbreitete.

Seither sind viele Varianten von Frika entstanden. Die Basis ist jedoch stets: gebratene Kartoffel und ein würziger geriebener Käse. Ein Genuss für den großen Hunger.

Wann genau das nächste Frika fest stattfindet, erfahrt ihr in den lokalen Tourismusbüros:
https://www.soca-valley.com/de/abenteuersuche/traditionelle-veranstaltungen/frikafest/

JESTIVAL: Essen und Kunst

In Kobarid treffen sich Anfang Oktober lokale Restaurants, Künstler und touristische Bauernhöfe zum Jestival. Auf der kleinen, feinen Veranstaltung gibt es Genuss für alle Sinne. In Pfannen und Töpfen schmoren, braten und kochen lokale Gerichte, darunter Kobariški štruklji (mit Quark gefüllter Strudel). Eure Gläser werden gefüllt mit Craft Beer, hausgemachtem Likör und slowenischem Wein. Zwischen all dem präsentieren lokale Künstler ihre Werke.

Die lokalen Tourismusbüros verraten euch den exakten Termin:
https://www.soca-valley.com/de/soca-tal/veranstaltungen/2019020510454856/jestival-essen-amp-kunstfestival/

5. Essen & Trinken

5.1 Hiša Franko/ Kobarid

https://www.hisafranko.com/de/

Ana Roš bei der Arbeit, Foto: Luka Karlin Studio

Beginnen wir mit dem absoluten Kulinarik Tempel im Soča Tal…ach, was….in ganz Slowenien. Dem Hiša Franko.

Die Herrin des Hauses, Ana Roš, ist seit Jahren in aller Munde. Für ihre phantasievollen Küchenkreationen holt sie sich Inspiration aus Asien, Afrika und Amerika. Dabei vergisst sie nie ihre Wurzeln. In den Pfannen und Töpfen ihrer Küche wird das volle Aroma aus heimischen Zutaten gewonnen.

Es gibt einen eigenen Pilzesammler, der täglich den Wald für ihre Kreationen durchstreift. Kräuter wachsen gleich hinterm Restaurant im Garten. Die berühmte Marmorata Forelle kommt fangfrisch aus dem Bach nebenan. Biobauern ziehen ein paar Kilometer entfernt für sie das Obst und Gemüse.

Und weil jeder Tag anders ist, werden auch die Menüs oft erst in aller Frühe kreiert und vorbereitet. Tisch unbedingt weit im Voraus reservieren. Hohe Auszeichnungen im Gault&Millau sowie im Guide Michelin schlagen sich auch im Preis nieder. Vor Ort gibt es die Möglichkeit zu übernachten.

5.2 DAM/ Nova Gorica

https://www.damhotel.si/en/restaurant/

Der Hausherr im DAM: Uroš Fakuč, Foto: Restaurant DAM
Foto: Restaurant DAM

Fisch aus dem Süß- und Salzwasser Sloweniens steht hier im Zentrum der Gerichte. Seine perfekte Zubereitung brachte Küchenchef Uroš Fakuč bereits einen Michelin Stern. Euch erwartet ein urbanes, schickes Lokal, eine gut sortierte Weinkarte und ein Küchenchef, der euch direkt am Tisch seine Gerichte erklärt.

Praktisch für alle, die zu viel gutes Essen genossen haben: Das Restaurant ist Teil eines eleganten 4*-Hotels. In geräumigen Zimmern könnt ihr ganz in Ruhe verdauen.

5.3 Topli Val/ Kobarid

https://www.hotelhvala.si/restaurant

Das Restaurant Topli Val befindet sich im Hotel Hvala, Foto: Restaurant Topli Val

Mitten in den Bergen, dem Meer so nah: Das Topli Val versteht sich ausgezeichnet auf die Zubereitung von Fisch und Meeresfrüchten aus der Adria. Das Ergebnis: zwei Hauben im Gault&Millau.

Das familiengeführte Lokal pflegt intensive Kontakte zu lokalen Bauern, Fischzüchtern in Kobarid und Fischern an der Adria. Mit 45 Jahren Erfahrung im Kochen sind sie Experten für die Zubereitung ebenso kreativer wie traditioneller Gerichte. Euch erwartet ein freundlich-professionelles Team und entspannte Preise. Etwas irritierend ist die Inneneinrichtung. Kühles Bürolicht und der Charme eines Konferenzraumes schmälern hoffentlich nicht euren Fisch-Genuss.

5.4 Log Pod Mangrt Restaurant/ Log pod Mangartom

www.restavracijamangrt.si

Was passiert, wenn ein Slowene sich in eine Japanerin verliebt? Na klar, sie gründen ein exzellentes Restaurant! So passierte es Tomaž Sovdat und Yuki Nakao. Sie lernten sich bei der Arbeit in der Küche von Ana Roš kennen (wann auch immer man dort Zeit findet, sich zu verlieben).

Hervorragendes Koch Duo: Tomaž Sovdat und Yuki Nakao sind die Chefs im Log Pod Mangrt Restaurant, Foto: Log Pod Mangrt

In einem Haus aus dem Jahr 1828 errichteten sie schließlich ihr eigenes kulinarisches Revier. Küchenchef Tomaž holt sich viel Inspiration aus der skandinavischen Küche. Der Fokus liegt auf Zutaten wie Wild, Lamm, Forelle und Käse.

Yuki ist Chefin der Pâtisserie und kreiert Kunstwerke wie Milchmarmelade mit weißer Schokolade und karamellisiertem Honig.

5.6 Hiša Polonka

https://hisapolonka.com/domov/

Hervorragende Küche ohne Schnickschnack…
…unter der Leitung vom Käse-Papst Valter Kramar, Fotos: Hiša Polonka

Hiša Polonka ist das kulinarische „Kind“ von Valter Kramar, dem Weggefährten von Ana Roš. Als seine Ex-Frau das Zepter im alteingesessenen Hiša Franko übernahm und bodenständige Hausmannskost in Sterneküche verwandelte, blieb dort für viele Gerichte kein Raum mehr.

Franko´s Roast Beef, Frika mit echtem Tolmin Käse, Štruklji mit Walnüssen haben hier wieder ihren Platz gefunden. Herzliche, deftige, knusprige, saftige, süße Küche zu „normalen“ Preisen. Die Mikrobrauerei FEO beliefert das Lokal mit süffigem Bier. Und natürlich sorgt Sommelier Valter für einen gut sortierten Weinkeller.

Bei allen Tipps und Hinweisen gilt ganz generell: Kulinarisch könnt ihr im Soča Tal wenig falsch machen. Lokale, frische Zutaten, eine breite Palette authentischer Gerichte und herzliche Gastgeber sind beste Voraussetzungen für gutes Essen. Schaut links und rechts der Wege und probiert euch aus. In den Hütten am Vršič Pass findet ihr Gerichte, die euch glücklich machen, ebenso in kleinen Dorfgasthäusern.

Wenn ihr noch tiefer in die kulinarische Vielfalt Sloweniens eintauchen wollt, werdet ihr hier fündig.

Auch Pferd und Siebenschläfer kommen in Slowenien auf den Tisch. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

6. Adressen Tourismusbüros

Vor Ort helfen euch die Mitarbeiter der slowenischen Tourismusbehörde gerne weiter. Ihr bekommt Tipps, Tourvorschläge, Kartenmaterial, Infobroschüren etc. Schon während der Urlaubsplanung könnt ihr telefonisch oder per Mail Kontakt aufnehmen und euch Informationen zusenden lassen. (TIC steht für Tourist Information Center)

TIC Bovec
Trg golobarskih žrtev 8
SI-5230 Bovec
Tel.: +386 5 302 96 47
E-Mail: info.bovec@dolina-soce.si

TIC – Dom Trenta
Na Logu v Trenti
SI-5232 Soča
Tel.: +386 5 388 93 30
E-Mail: dom-tnp.trenta@tnp.gov.si

TIC Kanal
Pionirska ulica 2
SI-5213 Kanal
Tel.: ++386 5 398 12 13
E-Mail: tic.kanal@siol.net

TIC Kobarid
Trg Svobode 16
SI-5222 Kobarid
Tel.: +386 5 380 04 90
E-Mail: info.kobarid@dolina-soce.si

TIC Nova Gorica
Delpinova ulica 18b
SI-5000 Nova Gorica
Tel.: +386 5 330 46 00
E-Mail: tzticng@siol.net

TIC Tolmin
Petra Skalarja 4
SI-5220 Tolmin
Tel.: +386 5 380 04 80
E-Mail: info.tolmin@dolina-soce.si


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